Kämpfe in Mogadischu - Zwei Tote

19. Juli 2007, 17:29
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Kurz vor der geplanten Versöhnungskonferenz - Polizei: Ein Soldat und eine Zivilperson unter den Opfern

Mogadischu - Vor der lange erwarteten Friedenskonferenz in Somalia sind bei einem Feuergefecht in Mogadischu mindestens zwei Menschen getötet worden. Die Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und mutmaßlichen Aufständischen dauerten am Mittwochabend eine halbe Stunde. Augenzeugen sagten, es seien schwere Maschinengewehre und Granaten eingesetzt worden.

Bei den Todesopfern handelte es sich um einen Soldaten und eine Zivilperson, wie die Polizei erklärte. Die Konferenz zur nationalen Versöhnung, die Somalia wieder Stabilität bringen soll, sollte am Donnerstag in Mogadischu beginnen. Sie wurde bereits mehrfach vertagt. So waren am Sonntag nur die Hälfte der erwarteten 1.000 Delegierten erschienen. Angesichts von Drohungen von Islamisten wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

In Somalia herrscht seit 16 Jahren Anarchie. Seit dem Sturz von Staatschef Mohamed Siad Barre im Jahr 1991 hatte das Land am Horn von Afrika keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die Übergangsregierung besiegte Ende vergangenen Jahres mit Unterstützung Äthiopiens die Milizionäre der Union der islamischen Gerichte. Die Afrikanische Union (AU) verlängerte am Mittwoch das Mandat ihrer Friedenstruppe in Somalia um weitere sechs Monate bis Jänner 2008. (APA)

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