Trotz UV-Belastung "oben ohne"

19. Juli 2007, 11:34
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Sommerhitze: 20 Prozent der Österreicher besitzen keine Sonnenbrille - Wichtigster Aspekt beim Brillenkauf ist UV-Schutz

Wien (APA) - Zu viel UV-Licht schadet den Augen. Trotzdem gehen viele Österreicher "oben ohne": Jeder Fünfte besitzt gar keine Sonnenbrille, hat eine Umfrage ergeben. 40 Prozent der Befragten tragen sie zumindest fallweise. Diese Angaben hat eine von Augenblicke Optik in Auftrag gegebene Interneterhebung erbracht, bei der 500 Web-Nutzer im Alter von 14 bis 59 Jahren von Marketagent.com befragt wurden.

UV-Schutz wichtigster Aspekt

Wer sich eine Sonnenbrille leistet, misst dem Thema UV-Schutz große Bedeutung bei: Für 72,8 Prozent der Befragten war dies der ausschlaggebende Aspekt beim Kauf. 21,4 Prozent nennen zwei Sonnenbrillen ihr eigen, Besitzer von drei oder mehr sind schon deutlich in der Minderheit. 20,3 Prozent der Befragten setzen beim Kauf auf den Fachoptiker, gefolgt von 19 Prozent, die bei einer Optikerkette zugeschlagen haben. Der Rest stammt aus dem Mode- und Bekleidungshandel, aus Drogerie oder Parfumerie, dem Sportfachhandel bis hin zu Souvenirshop und Strand.

Marken nicht so wichtig

Mehr als ein Drittel der Befragten könnte sich ohne weiteres mit einem Marken-Plagiat anfreunden. 18 Prozent lehnen Billigkopien ab. "Lediglich für zehn Prozent stellt die Marke ein ausschlaggebendes Argument dar", sagte Augenblicke-Inhaber Nikolaus Lichtenstrasser. "Als sehr wichtig bewerten dafür nahezu drei Viertel der Befragten Qualität in punkto ausreichendem UV-Schutz (72,8 Prozent), Passform (71,8 Prozent) und Tragekomfort (51 Prozent)." Die bekannteste Marke ist Ray Ban, aber selbst die fiel nur 11,4 Prozent der Umfrageteilnehmer spontan ein.

Dunkle Gläser ohne UV-Schutz schädlich

Das muss eine gute Sonnenbrille bieten: hochwertige Gläser mit 100-prozentigem UV-Filter, im Idealfall sind sie polarisiert, um Blendeffekte zu vermeiden. Dunkle Gläser mit minderwertigem Filter können mehr Schaden anrichten als gar kein Schutz: Hinter den getönten Scheiben öffnen sich die Pupillen weit, weil das Auge nicht mehr auf die Blendung reagiert. So kann mehr schädliche Strahlung eindringen als ohne Brille. Bei Kindern sind die Augen noch lichtdurchlässiger als bei Erwachsenen. Der natürliche Eigenschutz gegen Licht und UV-Strahlen hat sich noch nicht ausreichend entwickelt. Sonnenbrillen sind daher auch für die Kleinen kein unnötiges Modeaccessoire, sondern wichtiger Schutz. (APA)

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