Schwere Explosion in New York: Ein Toter

19. Juli 2007, 09:56
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Unterirdische Dampfrohre verursachten Explosion - Erste Dampf-Fontäne war höher als das 77 Meter hohe Chrysler-Gebäude

New York - Eine riesige unterirdische Dampfexplosion hat am Mittwochabend tausende New Yorker in der Nähe des Grand Central Terminals von Manhattan in panikartige Flucht getrieben. Mindestens ein Mensch kam nach Krankenhausangaben ums Leben. Es gibt mehrere Verletzte.

Es sah so aus, als ob ein gewaltiger Geysir Dampf und Erdbrocken mit lautem Getöse in die Luft schleuderte, berichteten Beobachter. Der Krater hatte einen Durchmesser von mehreren Metern. Die erste Dampf-Fontäne war höher als das 77 Meter hohe Chrysler-Gebäude in unmittelbarer Nähe. Gegen 20.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ) lichteten sich die Dampfschwaden und das Ausmaß der Schäden wurde sichtbar.

Bei vielen Menschen kamen umgehend Erinnerungen an die Anschläge vom 11. September 2002 auf. Die Polizei gab bald Entwarnung. Die Explosion habe keinen terroristischen Hintergrund, erklärte Polizeisprecher Paul Browne.

Bürgermeister Michael Bloomberg eilte zum Ort des Geschehens mitten in der 41. Straße nahe dem Großbahnhof und dem Chrysler-Gebäude.

Das Dampfrohrsystem in New York ist vollkommen veraltert und sollte schon seit Jahren saniert werden. Viele Leitungsrohre sind noch mit Asbest-Material isoliert. Technikertrupps führten nach der Explosion laufend Messungen durch.

Heizungen und Klimaanlagen der Hochhäuser in New York City werden mit einem riesigen unterirdischen Dampfleitungssystem versorgt. Die Dampfrohre bersten hin und wieder; 1989 kamen bei einer derartigen Explosion drei Menschen ums Leben. (APA/AP)

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    Viele Menschen dachten in schwankenden Gebäuden, umherfliegenden Trümmerteilen und Erdbrocken unwillkürlich an die Anschläge vom 11. September 2001.

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