Reporterwitwe verklagt Al Kaida

20. Juli 2007, 17:29
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US-Journalist Daniel Pearl wurde 2002 verschleppt und ermordet - Klage bei US-Bundesbezirksgericht eingebracht

New York - Die Witwe des in Pakistan ermordeten Journalisten Daniel Pearl hat die radikale Moslem-Organisation Al-Kaida verklagt. Nach Angaben ihres Anwalts reichte Mariane Pearl am Mittwoch bei einem US-Bundesbezirksgericht von New York Klage ein gegen Führungspersonen von Al-Kaida wie Scheich Omar oder Khalid Scheich Mohammed, der vor einem US-Militärtribunal zugegeben haben soll, Pearl eigenhändig enthauptet zu haben. Die Klägerin dringt darauf, die Terroristen, Organisationen und Unterstützer zur Verantwortung zu ziehen, die für "die sinnlose Entführung, Folter und Ermordung von Daniel Pearl" begangen hätten. Zudem solle das Gericht eine Geldstrafe ihn einer Höhe verhängen, die die Verantwortlichen "von ähnlichen Taten abhält".

Zu den Beklagten gehört mit der Habib Bank Limited auch eines der größten Geldhäuser Pakistans. Es soll wissentlich Finanztransaktionen zu Gunsten pakistanischer Extremisten vorgenommen haben.

Khalid Scheich Mohammed gilt als einer der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 und befindet sich in Gewahrsam der US-Behörden. Daniel Pearl war Anfang 2002 von Extremisten in Pakistan verschleppt und später getötet worden. Er arbeitete für das "Wall Street Journal". Seine Frau Mariane hatte über Pearls Geschichte ein Buch geschrieben, das mit Angelina Jolie in einer Hauptrolle verfilmt wurde. (Reuters)

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