Restless-Legs-Syndrom: Gene unter Verdacht

21. Juli 2007, 17:00
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Deutsche Forscher identifizieren Chromosomen-Abschnitte, die mit dem Erkrankungsrisiko in Verbindung stehen

München - Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden in mehr oder weniger starkem Ausmaß am Restless-Legs-Syndrom (RLS) - was dieses zu einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt macht. Betroffene spüren ein Kribbeln, Ziehen oder Stechen in den Beinen, das einen starken Bewegungsdrang auslöst. Oft müssen sie deshalb auch nachts umherwandern, was zu einem gestörten Schlafrhythmus und erhöhter Tagesmüdigkeit führt.

Forscher aus Deutschland glauben nun möglichen genetischen Ursachen für das weit verbreitete Syndrom auf die Schliche gekommen zu sein. Bei Untersuchungen von Patienten seien drei Regionen auf Chromosomen identifiziert worden, deren Veränderung das Erkrankungsrisiko um 50 Prozent erhöhe, teilte die Max-Planck-Gesellschaft in München mit. Aus Tierversuchen sei bekannt, dass durch eines der Gene auch die Produktion des Botenstoffs Dopamin geregelt werde, der die Bewegungen des Organismus steuert.

Der Artikel wurde in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht. An der Studie waren das Max-Planck-Institut für Psychiatrie und das Institut für Humangenetik des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF) in München beteiligt.(APA)

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