AUA-Chef über Schießbefehldebatte erstaunt

25. Juli 2007, 15:10
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Ötsch: "Klares Nein zu Schießbefehl" - Personal würde im Ernstfall "bis zum Schluss" versuchen, Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bringen

Wien - Erstaunt über die ausgebrochene Schießbefehl-Debatte ist man bei der AUA. Vorstandschef Alfred Ötsch erklärte am Mittwoch gegenüber der APA sein "klares Nein" zu einem Abschuss eines entführten Passagierflugzeugs. Seine Begründung: von außen könne man nie feststellen, was in der Maschine passiert.

Das Personal sei bestens geschult und würde im Ernstfall "bis zum Schluss" versuchen, das Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bringen. Zur Frage der politischen Verantwortlichkeiten wollte sich der AUA-Chef nicht äußern.

In der Koalition ist ein Streit darüber entbrannt, wer den möglichen Abschuss eines terror-verdächtigen Flugzeugs anordnen müsste. Innenminister Günther Platter meinte, dass der Verteidigungsminister den Schießbefehl geben müsste. SP-Justizsprecher Hannes Jarolim erklärte hingegen, die Abwehr von Gefahren sei Sache des Innenministers. Verteidigungsminister Norbert Darabos lässt die Frage der Zuständigkeiten derzeit prüfen. Am Freitag berät der Nationale Sicherheitsrat unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer über das Thema. (APA)

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