Jubiläumskonferenz zum Thema Internationale Solidarität

25. Juli 2007, 15:04
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Das Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen wird 25

Wien - Anlässlich seines es 25. Geburtstages veranstaltet das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) eine Jubiläumskonferenz zum Thema "Conditions for International Solidarity". Sie findet vom 9. bis 11. November in Wien statt.

"Wir haben uns gedacht, dass es gut wäre, die Kluft zwischen den beiden Teilen Europas, West und Ost, - wenn auch in bescheidenem Maße - zu überbrücken" fasst IWM-Gründer und -Rektor Krzysztof Michalski, den Grundgedanken des Instituts zusammen. Der angestrebte Ideenaustausch erfolgte in unterschiedlichsten Bereichen - von der Philosophie bis zur Soziologie, von der Kunstgeschichte bis zur Geschichte ökonomischer Ideen. Ziel war es, "Kollegen aus dem Osten mit einzubeziehen und auf diese Weise auch die Diskussionen im Westen zu ändern". Auch wenn das IWM in erster Linie Forschung betreibt, so hat es Michalski zufolge "die sozialpolitische Position bis heute behalten".

Ost und West und noch weiter im Westen

Seit Gründung des IWM pflegen seine Betreiber auch enge Kontakte in die USA. "Die Kluft zwischen Europa und Amerika wird breiter - nicht nur, aber wohl auch wegen der jetzigen Administration in den USA. Doch es ist auch ein historischer Prozess", so Michalski, der neben seiner Institutstätigkeit auch Lehrstühle für Philosophie in Boston und Warschau unterhält.

Als Gegenmaßnahme wurde eine Art Brückenkopf gebaut, "um europäische Erfahrungen und Ideen in die amerikanische Diskussion hinein zu schmuggeln und umgekehrt". Den Austausch mit US-amerikanischen Forschern, Institutionen und Stiftungen kurbelt u.a. die 2001 gegründete und an der Boston University eingerichtete IWM-Tochter, das Institute for Human Sciences, an.

Das Institut

Das IWM ist als Institute of Advanced Studies gegründet worden und wird von einer Gemeinschaft von Gelehrten getragen, die sich aus Ständigen Wissenschaftlichen Mitgliedern, Visiting Fellows und Junior Visiting Fellows sowie Auswärtigen Wissenschaftlichen Mitgliedern zusammensetzt. Die Forschung am IWM ist geistes- und sozialwissenschaftlich orientiert. Seit seiner Gründung hat das Institut mehr als 700 Wissenschafter als Fellows und Gäste beherbergt, jährlich werden rund 50 Vorträge und Seminare sowie bis zu zehn Konferenzen und Workshops veranstaltet.

Das IWM-Jahresbudget von rund 2,5 bis drei Millionen Euro wird zur einen Hälfte von Bund und Stadt Wien getragen. Die andere Hälfte akquiriert das IWM aus Sponsorengeldern und Spenden. Seit 1995 erhielt das Institut zudem rund 10,1 Mio. Euro an Mitteln aus dem Ausland - so etwa von Stiftungen und den EU-Rahmenprogrammen. (APA)

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