Straßenfestival "La Strada" in Graz und Umgebung

22. Juli 2007, 19:26
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178 Künstler an 37 Spielorten ab 27. Juli

Graz - Bereits zum zehnten Mal findet vom 27. Juli bis 4. August das internationale Straßenfestival "La Strada" in der steirischen Landeshauptstadt - mit Gastauftritten in einigen Bezirksstädten - statt. An insgesamt 37 Spielorten in Graz, Stainz, Weiz und Gleisdorf zeigen 178 Künstler ihr Können. Über die Zukunft von "La Strada" wird es Anfang August mit Bürgermeister Siegfried Nagl ein Gespräch über die Finanzierung geben.

Neun Tage lang wird das Festival für Straßen- und Figurentheater wieder ganz nach dem Motto "In und mit der Stadt" handeln. Neben Puppenspielern werden unter anderem Objekt- und Performancekünstler, Tänzer oder Musikanten für Staunen bei Alt und Jung sorgen. Der gebürtige Grazer Christian Eisenberger präsentiert seine für "La Strada" entwickelte "Vietnam"-Installation - bei der ein zweidimensionales Foto in die dreidimensionale Welt geholt wird. "Decor Sonore" unter der Leitung des französischen Künstlers Michel Risse verwandelt das Opernhaus und das davor stehende "Lichtschwert" zu einem Musikinstrument, welches mit Klang und Licht das Publikum begeistern soll.

Von der "Familie Flöz" bis zum "Transe Express"

Die Höhepunkte des diesjährigen Festivals bilden nach den Worten der Organisatoren die Eröffnungs- und die Finalveranstaltung. Den Auftakt macht am Samstag, 27. Juli, die "Familie Flöz" in der Grazer Oper mit "Infinita". Schon im ersten "La Strada"-Jahr war die Gruppe aus dem Ruhrgebiet mit einem Straßenprojekt vertreten. Das Finale bestreiten "Transe Express" am Hauptplatz der Landeshauptstadt mit "The Lazy Kings", einem riesigen Mobile voller Akrobaten.

Im Vorfeld des Festivals wird es auch eine Filmpremiere geben: Am Donnerstag, 19. Juli, wird im UCI Annenhof Kino eine Fernsehdokumentation über das Straßenfestival gezeigt. Die Produktion von Art Media im Auftrag von ORF und 3sat präsentiert die Höhepunkte der vergangenen zehn Jahre. In Zusammenarbeit mit dem europäischen Straßenkunst-Netzwerk IN SITU werden übrigens dieses Jahr mehrere Filme im Rahmen eines Projektes gedreht, die im nächsten Jahr bei "La Strada" vorgeführt werden sollen.

Fünfjahresplanung

Laut dem künstlerischen Leiter Werner Schrempf wird es am Mittwoch, 8. August, ein Gespräch mit Bürgermeister Nagl geben, welches eine Lösung für die Zukunft bringen soll. Die Stadt habe für dieses Jahr zwar die Förderungen gekürzt, zeige sich aber kompromissbereit, was eine Bündelung der Finanzen für die nächsten Jahre betreffe. Diana Brus, Organisationsleiterin von "La Strada", erklärte, "dass es notwendig ist eine Absicherung für mehrere Jahre zu haben, damit Planung und Organisation einfacher werden und einfach Sicherheit gegeben ist". (APA)

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