Pjöngjang will sämtliche Atomanlagen bis Ende 2007 stillgelegen

30. Juli 2007, 15:11
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Unklarheit über Verbleib der Atomwaffen - ElBaradei lobt Kooperationsbereitschaft von Nordkorea

Peking - Nordkorea ist nach südkoreanischen Angaben bereit, seine sämtlichen Atomeinrichtungen innerhalb eines halben Jahres unbrauchbar zu machen. Zum Auftakt der Sechs-Parteien-Gespräche am Mittwoch in Peking sagte Südkoreas Unterhändler Chun Yung Woo, sein nordkoreanischer Kollege Kim Kye Gwan habe bei einem bilateralen Treffen von "fünf oder sechs Monaten oder sogar bis Jahresende" gesprochen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap zitierte.

Atomwaffen

Unklar blieb aber, ob dann auch die Atomwaffen beseitigt werden. Zuvor hatten die Unterhändler Nordkoreas, der USA, Chinas, Südkoreas, Japans und Russlands nach fünf Monaten Unterbrechung ihre Gespräche über ein Ende des Atomwaffenprogramms wieder aufgenommen.

Wie der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Mohammed ElBaradei, bestätigte, hat Nordkorea wie vereinbart seine fünf umstrittenen Atomeinrichtungen in Yongbyon geschlossen. Dazu gehören außer dem Fünf-Megawatt-Atomreaktor auch eine Brennstäbe- Fabrik, ein radiochemisches Labor und zwei im Bau befindliche Reaktoren.

Erste Planphase erfüllt

ElBaradei sprach bei einem Besuch in Kuala Lumpur von einem "sehr guten Schritt, allerdings dem allerersten Schritt in einem langwierigen Verfahren". Mit der Schließung hat Nordkorea seine Verpflichtungen nach dem Abkommen vom Februar im Rahmen der Sechser- Gespräche für die erste Phase des Prozesses erfüllt.

Die USA wollen die Beseitigung der Atomanlagen möglichst dieses Jahr abschließen. US-Unterhändler Christopher Hill hofft, dass die Verhandlungen "eine Art Arbeitsplan" hervorbringen, wie ihn die Nachrichtenagentur Yonhap zitierte. Die neue Gesprächsrunde soll sich auf die Zeitpläne für die Arbeitsgruppen konzentrieren.

Chinesische Experten warnten jedoch, dass die Gespräche umso schwerer werden, je weiter die Unterhändler in Details gehen müssen. Für die Aufgabe seines Atomwaffenprogramms fordert das Regime des unter Hunger leidenden Landes ein Ende der Sanktionen, umfangreiche Energie- und Wirtschaftshilfen und eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA. (APA/dpa)

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