Mini-Vorbild: Vatikan als erster CO2-neutraler Staat

18. Juli 2007, 15:09
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Maßnahmenpaket soll den Kohlendioxid-Ausstoß ausgleichen: Pflanzungen, Solar-Dach und natürlich ein "ethischer und kultureller Imperativ"

Wien - In der jüngeren Vergangenheit wurde der Vatikan immer öfter dafür kritisiert, dass er angesichts seiner bescheidenen Größe eine unverhältnismäßige Rolle bei UNO-Entscheidungen spielen will - etwa wenn es um die globale Aids-Politik geht. In einem ökologischen Kontext ist seine Zwergenhaftigkeit - weniger als 1.000 Einwohner auf einer Fläche von kaum einem halben Quadratkilometer - jedoch von Vorteil. Dieser soll genutzt werden und den Vatikan zum ersten "kohlendioxid-neutralen" Staat der Welt machen.

Erreicht werden soll dies über neu gepflanzte Bäume, die den Ausstoß des Stadtstaates ausgleichen können. Weiters sollen auf dem Dach der vatikanischen Audienzhalle Solarzellen installiert werden, um elektrische Energie zu gewinnen. Und letztlich sollen Katholiken zu eigenen Klimaschutzinitiativen ermutigt werden, berichtet Kathpress.

Der Vatikan wolle mit dieser Aktion Familien und Pfarrgemeinden zu mehr Engagement im Umweltschutz ermutigen, sagte der Vizesekretär des Päpstlichen Kultur-Rats, Melchor Jose Sanchez de Toca y Alameda, in einem "Radio Vatikan"-Gespräch: Man könne weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre abgeben, indem man weniger heizt oder auf das Auto verzichtet. "Man kann aber auch 'Buße tun', indem man einen Beitrag zur Überwindung der Auswirkungen des CO2-Ausstoßes leistet, etwa durch die Anpflanzung von Bäumen. Das ist ein ethischer und kultureller Imperativ".(APA/red)

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    Grüner Vatikan: Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

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