Vatikan pflanzt Bäume gegen schlechte Luft

24. Juli 2007, 23:48
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Kirchenstaat will erster CO2-neutraler Staat der Welt werden

Wien - Der Vatikan hat ein großes Baum-Pflanzprogramm vorgestellt, mit der er der erste "kohlendioxid-neutrale" Staat der Welt werden will. Damit will der Vatikan die Katholiken zu eigenen Klimaschutzinitiativen ermutigen, berichtete Kathpress am Mittwoch.

Der Schutz der Umwelt sei nicht so eine politische, sondern vielmehr eine ethische und kulturelle Frage, erklärte der Präsident des Päpstlichen Kultur-Rates, Kardinal Paul Poupard und erinnerte an die Rolle des Menschen als von Gott eingesetzter Hüter der Schöpfung.

"Man könne weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre abgeben, indem man weniger heizt oder auf das Auto verzichtet. "Man kann aber auch 'Buße tun', indem man Bäume pflanzt. Das ist ein ethischer und kultureller Imperativ", erklärte der Vizesekretär des Päpstlichen Kultur-Rats, Melchor Jose Sanchez de Toca y Alameda, in einem "Radio Vatikan"-Gespräch. Der Vatikan will damit Familien und Pfarrgemeinden zu mehr Engagement im Umweltschutz ermutigen, erklärte er.

In der Vatikanstadt sollen noch weitere CO2-Einsparungsmaßnahmen erfolgen. So würden auf dem Dach der vatikanischen Audienzhalle Solarzellen installiert, um elektrische Energie zu gewinnen. (APA)

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