US-Wahlkampf: Online-Kampagne bringt das große Geld

27. Juli 2007, 08:23
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Demokraten zogen Republikanern bei Online-Spendenaktion innerhalb des letzten halben Jahres davon

Als am Sonntag die offiziellen Zahlen zur „Mittelbeschaffung“ für den US-Wahlkampf bekannt wurden stellten sich die Demokraten als erneuter Sieger heraus. Insgesamt 82,1 Millionen US-Dollar konnte die Elefanten-Partei einheimsen, die gegnerischen Republikaner mussten sich mit 46,6 Millionen US-Dollar zufrieden geben.

Favorit der Spendenart war das Internet, wichtige Wahlkampagnen gab es im Netz vorrangig von den Demokraten

Barack Obama, der Senator von Illionis erzielte bislang ein Budget von 58 Millionen US-Dollar. Experten sagen, dass sich 17,2 Millionen US-Dollar aus Online-Spenden zusammensetzen, rund 10,3 Millionen sollen dadurch binnen der letzten 3 Monate eingegangen sein. Der demokratische Mitstreiter John Edwards erhielt durch die Internet-Unterstützung satte 3,5 Millionen US-Dollar im letzten Quartal, das waren um 200.000 mehr als noch im ersten. Die Gesamtsumme an Spenden beläuft sich für Edwards auf 9 Millionen US-Dollar. Die weltweit wohl bekannteste Kandidatin der Demokraten ist Hillary Clinton. Zwar fuhr die Ehefrau von Bill Clinton via Internet „nur“ 4,2 Millionen ein, Rekord-verdächtig ist jedoch der Eingang von 600.000 US-Dollar innerhalb der letzten eineinhalb Tage.

Republikaner weniger erfolgreich

Aber auch die Republikaner sind in Sachen Online-Spenden mit an Bord, mit deutlich weniger Erfolg jedoch, wie sich zeigte. Mitt Romney etwa erhielt als Gesamtzahlung 10 Millionen US-Dollar durch das Web, der Senator von Arizona bekam im Gegensatz dazu nicht einmal ein Drittel der genannten Summe. Eine Ausnahme bildete der kriegsfeindliche Kongressabgeordnete Ron Paul, diesem gelang es 2 Millionen US-Dollar in Bar einzunehmen.

Spenden der neuen Generation

Zurückgeführt wird der Spendenerfolg der Demokraten auf unterschiedliche Gründe, erläutert wurde eine These von Stephen Hess. Durch „das unglaubliche Interesse der Demokraten daran, George W. Bush zu entfernen und die Wahl zu gewinnen“, wurden Online-Kampagnen angeblich erst interessant für die Politiker. Patrick Ruffini, ein Stratege der Republikaner sprach von einem Wechsel der Generation. Online-Kampagnen werden in Zukunft über den Ausgang der Wahlen „im großen Stil“ mit entscheiden.

Die große Beteiligung im Netz ist für Experten kein Wunder, bieten doch einige Politiker bereits Email-Services, an mit denen Freunde und Bekannte um Spenden angebettelt werden. Auch die Simplizität von Online-Spenden soll ausschlaggebend für die großen Erfolge sein. (red)

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    Barack Obama

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