Andy-Warhol-Bild: 20-Millionen-Dollar-Klage

24. Juli 2007, 12:37
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Stiftung soll Werken Echtheits-Stempel verweigern, Um die Preise auf dem Kunstmarkt in die Höhe zu treiben, soll die Warhol-Stiftung den Werken ihres Schützlings den Echtheits-Stempel verweigern

New York - Ein New Yorker Filmemacher hat um die Echtheit eines Porträts von Andy Warhol eine Schadenersatzklage über 20 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) angestrengt. In seinem Schriftsatz an ein Gericht in Manhattan wirft Regisseur Joe Simon-Whelan der Warhol-Stiftung vor, zahlreichen Werken des Pop-Art-Künstlers den Echtheits-Stempel zu verweigern und durch die "künstliche Verknappung" die Preise auf dem Kunstmarkt in die Höhe zu treiben. Vincent Fremont, der Verkaufsagent des Warhol-Nachlasses, wies die Vorwürfe nach einem Bericht der "New York Times" als "erschreckenden Blödsinn" zurück.

Der Kläger hatte zwei Jahre nach Warhols Tod 1987 für 195.000 Dollar ein kleines Selbstporträt des Künstlers auf Seide gekauft. 2001 wollte er es für zwei Millionen Dollar wieder verkaufen und beantragte deshalb beim Vorstand der Warhol-Stiftung eine Beglaubigung. Diese sei ihm zwei Mal verweigert worden, obwohl er mehrere Zeugen für die Echtheit des Bildes habe benennen können, kritisierte Simon-Whelan. Er nennt die Stiftung in seiner Klage ein "zutiefst korruptes Unternehmen" und wirft dem Gremium eine "totale Dominanz" auf dem Kunstmarkt vor.

Die Stiftung war schon in den 90er Jahren wegen der Vorwurfs finanzieller Schikanen in die Kritik geraten, das Ermittlungsverfahren führte aber nicht zu einer Anklage. (APA/dpa)

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