Rund 60.000 Menschen werden jeden Monat vertrieben

26. Juli 2007, 13:16
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Zwei Millionen Flüchtlinge im Ausland - Internationale Organisation für Migration richtet dringenden Appell für mehr Unterstützung

Genf - Im Durchschnitt werden im Irak im Monat rund 60.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben oder flüchten. Darauf hat am Dienstag erneut die Internationale Organisation für Migration (IOM) verwiesen. Gleichzeitig richtetet sie einen dringenden Appell an die Weltöffentlichkeit, mehr für diese Menschen zu tun. Von den im vergangenen Monat zur Soforthilfe angeforderten 85 Millionen Dollar (fast 62 Millionen Euro), sei erst rund ein Fünftel eingegangen, sagte IOM-Sprecherin Jemini Pandya in Genf.

Die Zahl der im Lande Vertriebenen wird mit 2,2 Millionen, die der ins Ausland, vor allem nach Jordanien und Syrien, geflüchteten Menschen mit 2 Millionen angegeben. Die Lage verschlimmere sich täglich, sagte Pandya. Zehn der 15 Regierungsbezirke des Iraks hätten außerdem ihre Grenzen für die Lieferung von Hilfs- und Lebensmittel aus Sicherheits- oder wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Die Organisation gehe davon aus, dass zwischen 25 und 40 Prozent der etwa 26 Millionen Iraker auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen seien. Aber 22 Prozent der Vertriebenen hätten überhaupt keinen Zugang zu den Verteilzentren - in Basra etwa sogar 60 Prozent. Das IOM hat seit 2003 rund fünf Millionen Menschen im Irak versorgt. (APA/dpa)

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