Nicht auf dem Wasser gehen, sondern mitten durch

24. Juli 2007, 12:37
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Bei der kommenden Weltausstellung in Saragossa 2008 können Besucher duch die aus Wasser bestehenden Wände eines Pavillons gehen

Cambridge/USA - Architekten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Pavillon entworfen, dessen Wände aus Wasser bestehen. Im Inneren geht es dann fast normal zu, mit einem Café, einem Ausstellungsraum und Lampen an der Decke. Das Wasser kommt aus tausenden kleinen Düsen, die von computergesteuerten Sensoren an- und ausgeschaltet werden. So können auf den Wänden auch Bilder und Texte erscheinen.

Wenn sich eine Person der Wasserwand nähert, erscheint dort eine Tür, durch die sie eintreten kann, die sich dann auch wieder automatisch schließt. Das Gebäude kann auch praktisch von einem Moment zum nächsten verschwinden, da die Decke ganz abgesenkt werden kann. Für die Architekten des MIT ist das Gebäude ein die Grenzen erweiternder künstlerischer Ausdruck. "Einer der Träume in der Architektur der vergangenen Jahre war der Bau von neu konfigurierbaren, interaktiven und dynamischen Gebäuden", erklärt MIT-Forscher Carlo Ratti. "Mit Ziegelsteinen ist das natürlich nicht so einfach."

Aber es soll nicht nur eine nette technische Spielerei sein. Das Thema der Weltausstellung in Saragossa sind Wasser und nachhaltige Entwicklung. Ratti verweist darauf, dass bei dem Gebäude nur aufbereitetes Wasser benutzt wird und dass durch das verdampfende Wasser keine Kühlung notwendig ist. (APA/AP)

  • Artikelbild
    foto: carlorattiassociati - walter nicolino and carlo ratti with carlo bonicco
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