Auf dem Deck des Bücherschiffes

Redaktion, 23. Juli 2007, 09:59
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foto: derstandard.at/gedlicka

Es muss nicht immer ein touristischer Aussichtspunkt sein, auch für die alltägliche Nutzung gedachte öffentliche Gebäude offerieren mitunter reizvolle Ausblicke auf Wien. Ein Paradebeispiel: die Dachterrasse der vom Gürtelverkehr umbrandeten Hauptbücherei, 18 Meter über dem Urban-Loritz-Platz.

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das cafe da oben könnte man zu einem tollen ort machen. ein lesecafe für alle über den dächern der stadt. leider ist es ein kaltes ungemütliches touri-pensi-cafe.

terrasse

und wann wird die terrasse endlich wieder für die allgemeinheit geöffnet? ist doch mal wieder typisch wienerisch - tolle idee - nicht fertig umgesetzt - und jetzt warten wir seit jahren - ... wien nur wien!

...und warum keine Dachgarten?

Weil Wiener Architekten eine Grünophobie haben?

grünphobie

nein weil die meisten gebäude in der city mindestens 30 jahre alt sind und damals niemand an sowas wie dachgärten dachte

Schade, das es keine Duschen auf dem höchsten Deck des Bücherschiffes gibt

Es ist Sommer, das Thermometer will hoch hinauf, über das Klima im Bücherschiff will ich nicht sprechen, da käme eine kalte Dusche hoch oben genau richtig.

Hoch kann aber schon auch geil ausschauen:

http://www.schiffahrt-nikolay.de/Frankfurt... m_Main.jpg

Das kleine rechts vorne ist übrigens der Frankfurter Dom, ehemalige Wahl- und Krönungsstätte der Kaiser des Hl. Röm. Reiches.

Ich mag das Gebäude einfach nicht!





Die Terrasse (Bild 11, wie aus einem Science Fiction-Film) ist sehr fein, das war's dann aber auch schon. Noch ein paar Kommentare, twl. für Ortsunkundige:

Bild 2: Diese Treppe ist sowas von schirch! Wäh!

Bild 3: Der Glassteg führt NICHT von der Bibliothek in die Lugner-City.

Bild 9: Der Verkehrsstrom ist nicht sehr beeindruckend, weil da gerade der halbe Gürtel gesperrt ist. Sonst ist da mehr los.

Bild 13: Wieso hat damals keiner was gegen diese Ibis-Kiste unternommen? Wäre heute unmöglich.

Bild 14: Olympiastadion München für Arme. Mega-schirch.

Bild 15: Bitte auch ein Foto von den grindigen, angespiebenen Fundamenten zeigen!

Bild 16: Otto Wagner rotiert im Grab! Bald ist von seinem Werk nichts mehr im Urzustand vorhanden.




ansichtssache

bild 2: ich find die treppe widerum nicht "schirch"

bild 3: es hat nie einer behauptet sie führe von der bibliothek in die lugner-city.

bild 9: obwohl man klar und deutlich sieht, dass derzeit bauarbeiten durchgeführt werden kann man das ganze doch sehr wohl als "verkehrsstrom" bezeichnen.

bild 13: das wiederum frag ich mich auch des öfteren.

bild 14: das ganze ist ansatzweise dem münchner olympiastadion nachempfunden. es ist aber schwer möglich, dass jede gebäudekonstruktion ein unikat ist. find ich übrigens auch nicht schirch

bild 15: wenn nur die hälfte der wiener nicht so ich-bezogen wäre würde diese stadt extremst sauber sein.

bild 16: schützenswert hat nichts mit einem glassturz zu tun. wir leben in keinem museum

Ah, "mein" Billa ist in der Zeitung :-).

Zu Punkt 9: Ja !So einen Verkehrsstrom würden wir Anrainer und Beinahe-Anrainer uns wünschen.

Zum Glück gibt es keine direkte Verbindung zur Lügner-City

Möchte mal am Beispiel Münchens zeigen was ich mein, dort hat man seit den 70ern die wenigen Hochbauten die man erlaubt hat rund um den Olympiapark konzentriert - trotzdem siehts nicht gedrängt aus und fügt sich wunderbar ein ins Stadtbild!

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/ext... ay/1208133

München

Damls konnte man sich noch teure Hochhäuser leisten. Das BMW-Hochhaus wurde z.B. Stockwerk für Stockwerk am Boden gegossen und dann hydraulisch nach oben gehoben.

Die heutigen münchner Hochhäuser müssen vor allem billig und hoch sein. Die Münchner haben sich schon erfolgreich mit einem Volksbegehren gegen so Klötze gewehrt. Dort sieht es heute nicht besser aus als in der Donaucity. (Höchstens, daß dort im Gegensatz zu Wien alle Fensterscheiben in ihrem Rahmen geblieben sind.)

derStandard sollte sie wegen Sachbeschädigung verklagen

"... trotzdem siehts nicht gedrängt aus und fügt sich wunderbar ein ..."

was man von Ihrem link nicht behaupten kann. ;o)

http://tinyurl.com/

lol tu ma ja leid kenn mich mit nicht SOOO gut aus mit computern.. :-)
das bild ist auch nicht das beste geworden finde ich, von perspektive und beleuchtung aber es zeigt was ich meine.. diese neubaugebiete in münchen sind weder fremdkörper noch "konkurrieren" sie mit dem alten zentrum um frauenkirche, viktualienmarkt und marienplatz sondern ja es gibt ein rundes gesamtbild :-)
man kann der münchner stadtplanung sicherlich vorwerfen manches moderne wegen übervorsichtigkeit blockiert zu haben aber das ergebnis stimmt..
ja genug des lobes für münchen ^^ ich bin eben immer wieder von der stadt begeistert. wien ist natürlich auch toll, keine frage ;-)

"ja genug des lobes für münchen ^^ ich bin eben immer wieder von der stadt begeistert. wien ist natürlich auch toll, keine frage"

ich seh's genau umgekehrt.
ich mag München - und bin auch oft dort.
aber Wien ist halt ........ Wien ;o)

vielleicht gefällt euch auch

dieses bild, vor ein paar monaten an ebendiesem ort gemacht:

http://www.members.a1.net/prefect2k... sneu/1.jpg

Ich find's cool...

war zwar schon ein paar mal in der Städt.Bücherei, aber bin nie auf die Idee gekommen mich "oben" ein bisserl umzusehen. Umso mehr hat mich an diesem Artikel verwundert, dass man dort ganz einfach raufkommt.
Ich werd mir's einmal anschauen!

Ja s' reicht

mit diesen pseudo-amerikanischen "Metropolenansichten" von diesen kleinen drittklassigen "Wolkenkratzern" die so bisl rumstehen.
Wenn Wien für was bekannt ist dann für die schönbrunnerische Altstadt. Und es lebt gut damit mit den ganzen Touristen. Wieso zum teufel will man wie tausend andere Städte auf der Welt ausschauen??
Vorbild München: dort ist man so selbstbewusst das ein Bürgerentscheid der Stadt auferlegt hat keine Gebäude die höher als die Frauenkirche sind zu genehmigen. Und trotzdem stehen die Investoren schlange und München ist eine der attraktivsten Städte in Europa. WEIL man nicht wie alle sein mag.

endlich hat wien auch ein paar hochhäuser und es wird schon wieder geraunzt..

vorbilder suchen, statt im eigenen sud schwimmen

ich stimme ihrem urteil über die wolkenkratzer zu. ich kenne kaum eine stadt in europa die so schwachen städtebau betreibt, wie in wien zwischen 1995 und heute. - zu hoch, zu dicht, zu wenig grünflächen, katastrophale grundrisse, u.v.m. die kollaboration einiger architekten mit den großinvestoren und die blauäugigkeit der stadtverwaltung haben die zu erwartenden ergebnisse gebracht. allerdings möchte ich wien keineswegs als museum zwischen schönbrunn und stephansdom sehen! anspruchsvolle, moderne architektur im rahmen einer gewachsenen stadt, moderne öffentliche plätze, breite gehsteige, durchgrünung, aufblühende gründerzeitviertel statt glas-asphalt-betonwüsten und stallgeruch!!! münchen, hamburg und teilweise auch berlin machen es anders.

Zustimmung! Bis auf eines:

glaube nicht, dass unsere Stadtpolitiker "blauäugig" durch die Gegend laufen - eher mit offenem Börsel in der Hand.
S. zB die Fr. MISCHEK vom gleichnamigen Bauunternehmen im "Personenkomittee für Häupl" - Schelm, wer böses dabei denkt...

vielleicht ist ja eine stadt nicht nur für touristen und ...

... investoren da.

abgesehen davon: münchen ist vor allem für jene interessant, die keinen urbanen raum, sondern ein dorf mit den ausmaßen einer großstadt suchen.
und die regel, daß kein gebäude höher als der kirchturn sein darf, stammt ursprünglich aus dem mittelalter und diente der demonstration der kirchlichen macht. ist es das, was sie (selbstbewußt!) als vorbild sehen?

Stimmt - eine Stadt sollte auch für die Bewohner

da sein. Wenn ich mir allerdinge zB die neuen Bauten aufm Wienerberg anschau: na gut, tolle Aussicht.
Und sonst?????????????

In Köln gilt diese Regel auch!

Nix ist höher als der Dom!

Und was ist das angeblich dörfliche an München?

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