Spyker: Kein Platz für Klien

31. Juli 2007, 12:45
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Markus Winkelhock be­kommt am Nürburgring das zweite Cockpit - Die Fahrerlaubnis gilt vorerst nur ein Rennen

Nürburgring - Markus Winkelhock wird am Sonntag im Formel-1-Grand-Prix von Europa auf dem Nürburgring wie erwartet den zweiten Spyker-Ferrari pilotieren. Damit feiert der Deutsche mit 27 Jahren und 39 Tagen sein Debüt in der Formel 1, das vorerst aber auf dieses eine Rennen beschränkt bleibt. Winkelhock, der offizieller Ersatzpilot bei Spyker ist, ersetzt den gefeuerten Niederländer Christijan Albers.

Damit starten wie schon in Indianapolis, wo Sebastian Vettel an Stelle des verletzten Polen Robert Kubica im BMW-Sauber saß, gleich fünf deutsche Fahrer in einem GP-Rennen. "Das Debüt beim Heimrennen - das ist perfekt. Ein Traum wird für mich wahr. Es ist aber auch vorerst eine einmalige Sache", sagte Winkelhock am Mittwoch, nachdem er ausreichend Sponsorgeld für seinen Einsatz beim niederländischen Nachzügler-Team, das wie Toro Rosso noch ohne WM-Punkt ist, aufgetrieben hatte.

Markus Winkelhock ist der Sohn des 1985 bei einem Sportwagen-Rennen in Mosport/Kanada tödlich verunglückten Manfred Winkelhock, der zwischen 1982 und 1985 selbst 47 Rennen in der Königsklasse absolvierte. Onkel Joachim fuhr ebenfalls Formel 1, kam aber über die Vorqualifikation nie hinaus. "Es ist schon was ganz besonderes, der Dritte in der Familie zu sein und die Tradition fortzusetzen", sagte Winkelhock. Jegliche Gedanken an den Unfall seines Vaters blende er aber aus.

All zu viel Zeit hat Winkelhock in diesem Jahr nicht in dem orangenen Boliden verbracht. Genau genommen waren es zweieinhalb Stunden. Selbst bei den jüngsten Testfahrten in Spa hatte man u.a. den Vorarlberger Christian Klien extra von Honda losgeeist, um einen fähigen Testpiloten zu haben. Winkelhock war zuletzt beim Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) im Einsatz. Den Traditionskurs in der Eifel kennt er sehr gut. Dort wird er als fünfter Deutscher neben seinem Teamkollegen Adrian Sutil, Ralf Schumacher (Toyota), Nico Rosberg (Williams-Toyota) und Nick Heidfeld (BMW-Sauber) fahren. (APA/dpa)

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    Markus Winkelhock

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