Aktueller "Harry Potter" bei Google Video aufgetaucht

11. Jänner 2008, 18:08
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Auch "Piraten-Versionen" von Burce Willis "Die Hard 4.0" und Hairspray aufgetaucht - In Deutschland wird hartes Vorgehen angekündigt

Auf der US-amerikanischen Webseite von Google Video sind "Piraten-Versionen" der aktuellen Kinofilme "Hairspray", "Harry Potter und der Orden des Phoenix" sowie Bruce Willis Action-Film "Stirb Langsam 4.0" aufgetaucht.

Aufgespürt durch "Wachhunde"

Die FIlme wurden vom National Legal and Policy Center (NLPC) aufgespürt, dabei handelt es sich um eine Organisation, die unethisches Verhalten von Firmen aufspürt. Die "Wachhunde" orten nun bei Google eine unfaire Behandlung der Unterhaltungsindustrie.

Einen Monat lang kontrolliert

Einen Monat lang kontrollierte und überwachte die NLPC die Angebote bei Google Video, um zu beweisen, dass es sehr wohl möglich sei, die illegale Verbreitung von kopiergeschützem Material ausfindig zu machen und damit zu unterbinden. Dies hatte man bei Google Video stets als Begründung angeführt, wenn die Frage auf Entfernung bestimmter Inhalte fiel. Die NLPC fand innerhalb eines Monats rund 100 Filme und TV-Serie in voller Länge.

Inhalten würden entfernt

Gabe Stricker, Google Sprecher, meinte dazu: "Bei jedem Content, egal ob es sich dabei um Premium-Angebote oder Inhalte von kreativen End-UserInnen handelt, erwarten wir das die Rechte beim Anbieter liegen. Wir arbeiten mit den Inhabern der Rechte zusammen, um illegales Material zu identifizieren und rasch zu entfernen. Natürlich gibt es keine hundertprozentige Sicherheit."

Maximallänge der Beiträge gefordert

Während YouTube lange Zeit im Mittelpunkt der Diskussionen rund um die Urheberrechte stand, war dies bei Google Video keineswegs so, meint man beim National Legal and Policy Center, das daher nun die Aufmerksamkeit dorthin lenken will. Aus Sicht von Ken Boehm, dem Vorsitzenden der NLPC, stellt sich etwa die Frage wieso Google keine Maximallänge bei seinem Angebot einführt. Bei YouTube darf ein Clip maximal 10 Minuten lang sein; um so die Veröffentlichung ganzer Filme zu unterbinden. Auch dieses System hat ihre Grenzen, denn vielfach werden die Filme einfach in zehnminütige Brocken gebrochen und online gestellt.

NutzerInnen verbannen

Boehm will zudem, dass man NutzerInnen vom Angebot ausschließt, wenn man herausfindet, dass diese illegal Material veröffentlicht hätten. "Es sah so aus als sei der Link zu Harry Potter, den ich geschickt habe, wieder verschwunden. Aber ich fand den Film wieder. Er wurde von der gleichen Person wieder veröffentlicht", so Boehm in einem E-Mail.

Hartes Vorgehen in Deutschland

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat mittlerweile in Deutschland ein hartes Vorgehen gegen so genannte Erstverbreiter angekündigt. Strafanträge gegen "First Seeder" seien bereits gestellt und Durchsuchungen durchgeführt worden, so die GVU.

Auch hier wegen Harry Potter

Die GVU hat die Strafanträge gegen Erstverbreiter wenige Tage nach dem offiziellen Kinostart von "Harry Potter und der Orden des Phönix" gestellt und dabei betont, dass man gezielt gegen jene "Anbieter" vorgehen wolle, die am Beginn der Verbreitungskette stünden.

Erste deutsche Versionen

Eine erste abgefilmte Version des neuesten Harry Potter-Abenteuers auf Deutsch war laut Angaben der GVU in der Nacht von Freitag, den 13. Juli, auf Samstag, 14. Juli, in diversen Tauschbörsen veröffentlicht worden. Die Version kam damit zwei Tage nach dem offiziellen Kinostart und etwa vier Tage nach den ersten öffentlichen Previews ins Netz.(red)

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