OECD warnt vor schweren Umweltschäden durch Wachstum in China

18. Juli 2007, 10:44
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Maßnahmen zum Umweltschutz und zum Schutz der Gesundheit nicht ausreichend

Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt vor schweren Schäden wegen des rasanten chinesischen Wirtschaftswachstums.

"Die wirtschaftliche Entwicklung, die Industrialisierung und die Verstädterung haben zu schweren und sich weiter verschlimmernden Folgen für die Umwelt geführt", heißt es in einem am Dienstag publizierten Bericht. Diese Situation führe zu "Schäden" für die menschliche Gesundheit und einer Auszehrung der Natur.

Die Luftverschmutzung in einigen Städten Chinas gehöre zu den stärksten weltweit, schreibt OECD-Generalsekretär Angel Gurria in dem Bericht. Ein Drittel aller Wasserläufe sei schwer verschmutzt. Krankheiten und Verletzungen rührten oft von mangelhaften Umwelt- und Arbeitsstandards her.

Ozonschicht in Gefahr

Hinzu kommt, das China nicht nur zweitgrößter Emittent von Treibhausgasen ist, sondern auch weiterhin größter Hersteller und Nutzer von Substanzen, die der Ozonschicht schaden, wie die OECD kritisiert.

Zwar habe China bereits einige umwelt- und wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen, hieß es weiter. Diese Anstrengungen reichten jedoch nicht aus, um mit dem Druck auf die Umwelt und den Herausforderungen des sehr schnellen Wachstums der Wirtschaft Schritt zu halten.(APA/sda/afp)

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