Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten in Oaxaca ein

11. September 2007, 17:33
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Schwerstes Wiederaufflammen der Gewalt seit November - Dutzende Verletzte und 45 Festnahmen

Oaxaca - Mit Tränengas und Schlagstöcken ist die Polizei in der mexikanischen Stadt Oaxaca am Montag gegen hunderte linksgerichtete Demonstranten vorgegangen. Die Regierungsgegner schleuderten Steine und setzten Fahrzeuge in Brand, während sie zu einem Stadion marschieren wollten, in dem in der kommenden Woche ein Folk-Festival stattfindet. Es war das schwerste Wiederaufflammen der Gewalt in Oaxaca seit acht Monaten.

Einige der Demonstranten erklärten, sie wollten in dem Stadion eine Alternativ-Veranstaltung zum Folk-Festival Guelaguetza abhalten. Andere kündigten an, sie wollten wie im vergangenen Jahr die Veranstaltung blockieren, die zu den wichtigsten Tourismus-Attraktionen von Oaxaca gehört.

Die Regionalregierung erklärte, rund 200 mit Flaschen und Steinen bewaffnete, vermummte Personen hätten die Polizei provoziert. Dutzende Menschen hätten Verletzungen erlitten, es habe 45 Festnahmen gegeben. Die Menschenrechtsgruppe MLDHR warf der Polizei vor, brutal auf die Demonstranten eingeschlagen zu haben und auch gegen Journalisten vorgegangen zu sein. Nach Angaben von Augenzeugen wurden mehrere Menschen von Steinen und Tränengas-Behältern getroffen.

Die Unruhen in Oaxaca begannen im Mai vergangenen Jahres mit einem Lehrerstreik und weiteten sich zu einer monatelangen Protestbewegung gegen die Regierung aus. Erst mit einem massiven Einsatz der Bundespolizei wurde der Aufstand im Oktober beendet.(APA/AP)

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    Regierungsgegner schleuderten Steine und setzten Fahrzeuge in Brand, während sie zu einem Stadion marschieren wollten, in dem in der kommenden Woche ein Folk-Festival stattfindet

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