Europarat bittet um Gnade für zum Tode verurteilten US-Bürger

18. Juli 2007, 10:02
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Generalsekretär Davis: Keinerlei materielle Beweise für Schuld - Verurteilter soll am Dienstag hingerichtet werden

Straßburg - Der Generalsekretär des Europarats, Terry Davis, hat eindringlich um Gnade für den 38 Jahre alten US-Bürger Troy Davis gebeten, der am Dienstag im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet werden soll. Die Vollstreckung des Urteils könne einen "tragischen Justizirrtum" darstellen, warnte Davis. Es gebe keinerlei materielle Beweise für die Schuld des Verurteilten.

Die Tatwaffe sei niemals gefunden worden und mehrere Zeugen, die den Mann vor 16 Jahren während des Prozesse belastet hatten, hätten ihre Aussagen mittlerweile widerrufen, so der Generalsekretär. Im übrigen richte sich heute der Verdacht gegen einen anderen Mann, erklärte Davis.

Der Schwarze Troy Davis war im Jahr 1991 ungeachtet der fehlenden Beweise für schuldig befunden worden, zwei Jahre zuvor einen Polizisten getötet zu haben. Seine letzte Hoffnung ruht nun auf einem Gnadenkomitee, das einen Antrag seiner Anwälte prüfen soll. Für die Begnadigung des 38-Jährigen machen in den USA unter anderen die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) und die Nationale Koalition zur Abschaffung der Todesstrafe (NCADP) mobil. (APA)

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