Luft über dem Bodensee per Zeppelin erforscht

23. Juli 2007, 16:49
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Projekts TRACKS nimmt Schadstoffe und chemische Reaktionen in der unteren Atmosphäre unter die Lupe

Friedrichshafen - Am Dienstag beginnt ein Messprojekt über dem Bodensee, an dem auch ein Zeppelin beteiligt ist - seinen ersten Testflug für die Erforschung der unteren Atmosphäre hat er bereits absolviert. Von der Expedition erhoffen sich die Forscher neue Informationen darüber, wie Abgase abgebaut werden und wie sich Feinstaub verteilt. Dabei geht es um Aerosole, winzige Teilchen, die Wolken und Regen beeinflussen und damit das Klima verändern können. Von Donnerstag an soll der Zeppelin Messflüge über dem Schwarzwald unternehmen, vorgesehen sind auch die Untersuchung der Abluftfahne aus dem Ballungsraum Mannheim- Ludwigshafen.

Der Zeppelin ist Teil des Projekts TRACKS (Transporte und Chemische Umsetzungen in Konvektiven Systemen) - über insgesamt acht Jahre wollen Institute der Helmholtz-Gemeinschaft erkunden, welche chemischen Reaktionen es in der Luft bis in Höhen von 1.400 Meter gibt. Bei einem weiteren Projekt namens COPS (Convective and Orographically-induced Precipitation Study) studieren Experten seit Juni Wolken und Regen im Schwarzwald. Außer dem Zeppelin werden bis zu zehn Flugzeuge zugleich bei diesem Projekt in der Luft sein.

Die Bilanz des Testflugs fiel positiv aus: "Die Messinstrumente laufen hervorragend", sagte der Leiter des Projekts, der Meteorologie-Professor Andreas Wahner vom Forschungszentrum Jülich. Für den Auftrag hat die Zeppelin Luftschifftechnik in Friedrichshafen am Bodensee die Passagiersitze aus der Gondel ausgebaut und durch Messgeräte ersetzt. (APA/dpa)

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