Renommierter Mathematik-Preis geht an Linzer

24. Juli 2007, 20:29
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RICAM-Leiter Heinz Engl als erster Österreicher mit dem ICIAM-"Pionier-Preis" ausgezeichnet

Wien/Linz - Heinz Engl, der Leiter des Johann Radon-Instituts für computerorientierte und angewandte Mathematik (RICAM) der Akademie der Wissenschaften in Linz, ist als erster Österreicher mit dem "Pionier-Preis" des "International Council for Industrial and Applied Mathematics" (ICIAM) ausgezeichnet worden. Der alle vier Jahre vergebene, symbolisch mit 1.000 Dollar (726 Euro) dotierte Preis gilt als die höchste Auszeichnung im Bereich angewandte Mathematik.

Der 54-Jährige teilt sich den "für Pionierarbeiten auf dem Gebiet angewandter mathematischer Methoden im Bereich industrieller Probleme" vergebenen Preis mit Ingrid Daubechies von der Universität Princeton (USA). Die Verleihung erfolgte im Rahmen des Internationalen Kongresses für industrielle und angewandte Mathematik in Zürich.

Werdegang

Engl, geboren am 28. März 1953 in Linz, studierte in seiner Heimatstadt Mathematik und wurde 1977 sub auspiciis promoviert. Seit 1988 ist er Professor an der Uni Linz, davor und danach hatte er zahlreiche Gastprofessuren in den USA, Australien, Großbritannien und Deutschland inne. Von 1992 bis 1999 leitete er ein Christian Doppler-Labor, aus dem sich das Kompetenzzentrum für Industriemathematik entwickelte. Ab Oktober wechselt er als Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung an die Universität Wien. Ausgezeichnet wird er laut Jury-Begründung für die "Anwendung theoretischer Arbeiten auf dem Gebiet inverser Probleme zur Lösung von zahlreichen industriellen Problemen". (APA)

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