Frauen sollen in "Führungsetage" des tibetischen Buddhismus

17. Juli 2007, 07:09
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Dalai Lama setzt sich für Gleichberechtigung in den eigenen Reihen ein - Zulassung zu religiösen Lehrämtern

Hamburg - Laut Informationen der "Welt am Sonntag" will sich der Dalai Lama für mehr Gleichberechtigung von Frauen in den eigenen Reihen einsetzen. Das tibetische Exil-Oberhaupt will diese Woche bekannt geben, dass fortan auch Frauen in die "Führungsetage" des tibetischen Buddhismus (Lamaismus) einziehen dürften, so das Blatt am Samstag. Zu diesem Zweck werde er die "volle Ordination" buddhistischer Nonnen und deren Zulassung zu religiösen Lehrämtern verkünden. Der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, befindet sich in dieser Woche auf Deutschland-Besuch.

Nach der Lehre des tibetischen Lamaismus ist der Dalai Lama ("Ozean des Wissens"), Oberhaupt des von dem Reformator Tsongkapa gegründeten Ordens der "Gelbmützen" (Gelugpa), die Reinkarnation des Boddhisattwa Awalokiteshwara. 1959 musste der 14. Dalai Lama nach Indien flüchten, nachdem chinesische kommunistische Truppen den Volksaufstand in seiner Heimat brutal niedergeschlagen hatten.

Frauenordination stößt auf Widerstand

Die buddhistische Frauenordination stieß in den patriarchalen Gesellschaften Asiens immer wieder auf Widerstand und Ablehnung. Der Buddhismus außerhalb Asiens kennt sie seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und hat herausragende Lehrerinnenpersönlichkeiten hervorgebracht, wie u.a. Ayya Khema, Houn Jiyu-Kennett, Prabhasa Dharma, Pema Chödrön, Tenzin Palmo, Ajahn Sundara. (APA/red)

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    Der Dalai Lama wird die Zulassung buddhistischer Nonnen zu religiösen Lehrämtern verkünden.
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