Tragödie nach dem Rennen

23. Juli 2007, 12:41
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Schwerer Unfall von T-Mobile-Fahrer Patrick Sinkewitz in Tignes - Zuschauer nach Kollision im Koma

Albertville - Der Deutsche Patrik Sinkewitz muss die Tour de France nach seinem Sturz am Sonntag auf der Heimfahrt ins Hotel vorzeitig beenden. Der 26-Jährige vom Radsport-Team T-Mobile soll noch am Montag in ein Krankenhaus nach Deutschland gebracht werden. Sinkewitz war nach der achten Etappe nach Tignes am Weg zum Hotel mit einem Zuschauer kollidiert und hatte sich dabei schwere Gesichtsverletzungen (Mittelgesichtsfraktur) sowie Verletzungen an Knien und Schulter zugezogen, bestätigte sein Rennstall.

Der in den Unfall verwickelte Zuschauer aus Luxemburg liegt mit schweren Kopfverletzungen weiterhin im Koma. Sein Zustand sei nach wie vor kritisch. Sinkewitz dagegen ist mittlerweile wieder ansprechbar, kann sich laut Angaben seines Teams aber nicht mehr an den Zusammenstoß erinnern. Der ehemalige Sieger der Deutschland-Tour und diesjährige Gewinner des Klassikers "Rund um den Henninger Turm" soll entweder in eine Klinik in seine Heimatstadt Fulda oder nach Hamburg gebracht werden.

Das Team T-Mobile, für das auch der Österreicher Bernhard Eisel in die Pedale tritt, ist bei der Frankreich-Rundfahrt damit plötzlich auf sechs Fahrer zusammengeschrumpft. Kapitän Michael Rogers war auf der achten Etappe in der Spitzengruppe liegend schwer zu Sturz gekommen. 30 Kilometer vor dem Ziel musste der Australier auf Grund einer Schulterverletzung schließlich unter Tränen aufgeben. Der englische Tour-Debütant Mark Cavendish, neben Eisel der Top-Sprinter von T-Mobile, war ebenfalls bereits ausgestiegen.(APA/dpa)

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