Kein neues Lebenszeichen von entführtem Österreicher

20. Juli 2007, 06:59
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Nussbaumer bleibt vermisst - Ministerium geht davon aus, dass Geisel noch lebt

Wien/Bagdad - "Es gibt unterschiedliche Informationen, man kann nicht jede für bare Münze nehmen", sagt der Sprecher des Außenministeriums, Georg Schnetzer, zu Medienberichten, wonach der am 16. November 2006 an der irakisch-kuwaitischen Grenze entführte Österreicher Bert Nussbaumer am 18. Juni in Basra gesehen worden sei.

"Es gibt immer wieder Hinweise, dass Leute ihn gesehen haben wollen", so Schnetzer zum STANDARD. "Wir konnten dies aber in keinem Fall wirklich bestätigen." Es fehle an einem Beweis, wo sich Nussbaumer befinde. Die Angehörigen der gemeinsam mit Nussbaumer entführten vier Amerikaner hätten bereits einmal von Hinweisen gesprochen, die sich dann nicht verifizieren ließen. Schnetzer betont allerdings, dass das Außenministerium davon ausgeht, dass die Geiseln am Leben sind.

Verantwortung bei Abzug

Der irakische Premier Nuri al-Maliki meinte indes am Wochenende, die irakische Armee und Polizei seien in der Lage, bei einem Abzug ausländischer Truppen die Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen. Er habe vollstes Vertrauen, dass sie diese Aufgabe meistern könnten, wenn es soweit sei. Damit reagierte er auf einen kritischen Zwischenbericht von US-Präsident George W. Bush, in dem der irakischen Führung ein weitgehendes Versagen bei der Befriedung des Landes attestiert wurde. (Reuters, red, DER STANDARD, Printausgabe, 16.7.2007)

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