Salzburger Falschgeldbande festgenommen

15. Juli 2007, 18:51
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Übergabe von 14 Mio. Euro in Villach aufgeflogen - Drei Salzburger und vier Italiener beteiligt

Salzburg- Die Salzburger Polizei hat eine Falschgeldbande auffliegen lassen: Bei der Übergabe nachgemachter Banknoten im Nominalwert von 14 Mio. Euro wurden Mitte der Woche sieben Personen in Villach (Kärnten) festgenommen. Dort hatten sich die drei Salzburger mit ex-jugoslawischer Staatsangehörigkeit mit vier Italienern getroffen. Die Salzburger waren bereit, für die Blüten 6 Mio. Euro zu bezahlen.

Die Ermittlungen hat die Salzburger Suchtgifttruppe geführt, bei der Übergabe in Villach waren daneben auch Kräfte des Innenministeriums und der Cobra anwesend. Der eigentliche Zugriff erfolgte dann durch die Cobra, so Oberstleutnant Andreas Huber, Leiter des Stadtkriminalamtes Salzburg gegenüber der APA. Den Großabnehmer und seine Helfer in Salzburg habe man damit ausgeforscht, zeigte sich Huber überzeugt. Ob es in Italien weitere Hintermänner gebe, könne man derzeit nicht sagen.

Gegen sechs der Tatverdächtigen wurden Haftanträge erwirkt. Sie sitzen derzeit in der Justizvollzugsanstalt Klagenfurt ein. Bei der siebenten Person habe es sich um die Ehefrau von einem der mutmaßlichen Täter gehandelt, der man derzeit nichts habe nachweisen können. Eine Anklage könne nun auf Weiterverbreitung von Falschgeld oder auf Betrug lauten, so Huber.

Die sichergestellten falschen 14 Mio. Euro waren in 500er-Bündeln geordnet, deren "Deckblatt" jeweils auch echten Scheinen bestand. So konnte die Polizei insgesamt auch 75.000 gültige Euros in Gewahrsam nehmen. Die eigentlichen Blüten seien dagegen von schlechter Qualität gewesen, berichtete der Salzburger Stadtkriminalamtschef. Auch Laien hätten mit bloßem Auge den Unterschied erkennen können. (APA)

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