Vorläufiges Abkommen unterzeichnet - Auch Turkmenistan will jährlich 30 Milliarden Kubimeter Erdgas nach Europa transportieren
Ankara - Der Iran und die Türkei haben eine wichtige Einigung bei einem Pipeline-Projekt zur Gasversorgung Europas erzielt. Der Iran und auch Turkmenistan wollen einem türkischen Vertreter des Energiesektors zufolge jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas mit der geplanten Gaspipeline Nabucco über die Türkei nach Europa transportieren.
Das Nabucco-Projekt sei damit nicht mehr auf weitere Lieferungen angewiesen, sagte am Samstag der hochrangige Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Das Nabucco-Projekt wird von der Europäischen Union unterstützt, unter anderem, da es die Abhängigkeit Europas von russischen Energievorhaben mindern könnte. Die Pipeline soll Erdgas aus Zentralasien durch die Türkei über den Balkan nach Ungarn und Österreich transportieren.
Der Iran und die Türkei unterschrieben dem Ölministerium in Teheran zufolge am Samstag ein vorläufiges Abkommen. Die Einzelheiten werden nach Angaben des türkischen Vertreters in etwa einem Monat bekannt gegeben. Den Angaben nach einigten sich die Regierungen in Teheran und Ankara zudem darauf, dass die türkische Erdöl-Gesellschaft (TPAO) 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas auf dem iranischen South-Pars-Gasfeld fördern dürfe.(APA/Reuters)