Berger erwartet faires Verfahren

30. Juli 2007, 18:09
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Versetzung von Staatsanwalt Schön kein Problem - Justizministerin glaubt an keinen langwierigen Rechtsstreit

Wien - Vor dem Beginn des Bawag-Prozesses hat Justizministerin Berger am Wochenende betont, dass sie ein faires Verfahren erwarte. Sie versicherte im Ö1-"Morgenjournal", dass alles Menschenmögliche von der Justiz getan worden sei, damit der Prozess professionell und rasch über die Bühne geht. "Die österreichische Justiz arbeitet sehr professionell", sagte Berger.

Die Richter und Richterinnen könnten damit umgehen, dass in den Medien schon sehr viel berichtet wurde und es zu Vorverurteilungen gekommen sei. Berger verwies auf Erfahrungen mit großen Prozessen wie die Konsum-Pleite.

Außerdem würden die Prozessregeln dafür sorgen, dass es zu einem fairen Prozess kommt. Dass das der Anwalt von Elsner nicht so sieht, ist für Berger klar: Verteidiger würden immer Zweifel haben im Interesse ihres Klienten. Aber die Öffentlichkeit werde sich davon ein Bild machen können, dass es ein fairer Prozess sein wird, versichert die Justizministerin.

Versetzung kein Problem

Mit der Versetzung von Staatsanwalt Ronald Schön knapp vor dem Prozess hat Berger kein Problem. Der am besten mit dem Fall vertraute Staatsanwalt sei Georg Krakow; und der werde die Anklage vertreten. Berger verteidigt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft: Die Versetzung Schöns sei unumgänglich gewesen. "Und es ist sicher besser gewesen, diese Entscheidung noch vor Prozessbeginn zu treffen." Andernfalls hätte es möglicherweise den Prozess belasten können, erklärt die Justizministerin. Schön werde jetzt nicht am Prozess teilnehmen, weil er ihres Wissens im Krankenstand sei. An seiner Stelle arbeite sich nun ein zusätzlicher Staatsanwalt ein.

Befürchtungen, dass es ein langwieriger Rechtsstreit werden könnte, wies die Justizministerin zurück. Alles was getan werden konnte, um diesen Prozess gut vorzubereiten, sei geschehen, sagte Berger. (APA)

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