Atomreaktor Yongbyon abgeschaltet

15. Juli 2007, 16:47
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USA lehnen direkte Verhandlungen zwischen Militärs weiter ab

Washington - Nordkorea hat nach US-Angaben seinen wichtigsten Atomreaktor Yongbyon abgeschaltet. Das teilte das US-Außenministerium am Samstag in Washington mit. Nordkorea habe gegenüber den Vereinigten Staaten erklärt, dass der Reaktor abgeschaltet wurde, hieß es.

Ein Inspektoren-Team der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) war am Samstag in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang eingetroffen, um das Herunterfahren des Kernreaktors zu überwachen, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus Pjöngjang zuvor.

Öllieferung eingetroffen

Wenige Stunden zuvor war aus Südkorea die erste dem Norden zugesagte Öllieferung eingetroffen. Im Hafen Sonbong legte ein Tanker mit 6.200 Tonnen Schweröl an Bord an, wie das südkoreanische Vereinigungsministerium mitteilte.

Christopher Hill, der Sondergesandter der USA bei den Atomgesprächen mit Nordkorea, betonte, die Schließung Yongbyons sei "nichts als ein erster Schritt". Bei den Sechs-Nationen-Gesprächen, die am Mittwoch fortgesetzt werden sollen, sollten die nächsten Schritte zur Beendigung des Atomprogramms besprochen werden, sagte Hill.

Als nächstes sollte Nordkorea der IAEA eine vollständige Liste seiner Atomanlagen vorlegen. Damit sei in den nächsten Wochen, möglicherweise auch Monaten zu rechnen. An den Sechs-Nationen-Gesprächen sind außer Nord- und Südkorea Japan, die USA, Russland und China beteiligt. Forderungen Nordkoreas nach Militärverhandlungen mit den USA wies Hill zurück. (APA)

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