ATX erstmals über 5000er

17. Juli 2007, 13:13
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Ein Kommentar von Franz Hörl aus dem Equity Weekly der Erste Bank

Nach einem erfreulichen Wochenstart, an dem der ATX im Tagesverlauf mehrmals über der 5000er Marke handelte, konnte er den internationalen Börsen vor allem in der zweiten Wochenhälfte nicht ganz folgen und ging in Summe mit einem leichten Minus aus dem Handel. Dies lag nicht zuletzt daran, dass gerade die Index- Schwergewichte OMV (-2,2%) und Erste Bank (-3,1%) zu den größten Wochenverlierern gehören. Während Titel aus dem Sektor Öl und Gas aufgrund des gestiegenen Ölpreises international stark zulegen konnten, lastet auf der OMV viel Unsicherheit rund um die potenzielle Übernahme der ungarischen MOL. Größter Verlierer war bwin (-4,9%), nachdem Schleswig-Holstein als letztes deutsches Bundesland meldete, den Glücksspielstaatsvertrag, welcher das staatliche Glücksspielmonopol für weitere 4 Jahre sichern soll, unterzeichnen zu wollen. Der Top-Performer der Woche, die Aktie der Österr. Post (+6,5%), profitierte von dem Beschluss des EU-Parlaments, das Briefmonopol erst 2011 zu kippen. Ebenfalls unter den Top-Werten zu finden waren der Flughafen Wien (+3,4%) nach ausgezeichneten Passagierzahlen im Juni und die voestalpine (+2,9%) trotz Dividendenabschlags. Von Seiten der Unternehmensberichte wird die nächste Woche weiterhin ruhig. Die AUA bringt ihrerseits Passagierzahlen für Juni und OMV veröffentlicht eine Aktionärsinformation zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal. Wir gehen daher von keinen großen Kursbewegungen aus.
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