Wacker Innsbruck erwartet Sturm

14. Juli 2007, 21:31
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Coach Söndergaard: "Habe immer gesagt, dass die Heimspiele gewonnen werden müssen", Sturm-Trainer Foda sprach von schwerer Aufgabe

Innsbruck/Graz - Unter Neo-Coach Lars Söndergaard will Wacker Innsbruck im ersten Heimspiel der Saison gegen Sturm Graz ein weiteres Mal den Weg aus der Krise finden. In den vergangenen 20 Liga-Spielen durften sich die Tiroler bei 14 Niederlagen nur über einen vollen Erfolg freuen. "Ich habe vor der Saison immer gesagt, dass die Heimspiel gewonnen werden müssen", erklärte der Däne, der aber dann doch einschränkte: "Ich will aber nicht von einem Pflichtsieg sprechen."

Nach der "Hammerpartie" zwischen Sturm und der Austria (2:2, Anm.) umriss der 48-Jährige sein Erfolgsrezept: "Das Spiel beruhigen, die Räume eng machen und abwartend spielen." Sorgen bereitete ihm Sturm-Angreifer Mario Haas. "Eine offensive Variante gegen Sturm mit einem Haas wäre Selbstmord", schwärmte Söndergaard über den schnellen Angreifer.

Ärger kam auf, als er sich an die 1:3-Auftaktpleite bei Rapid zurückerinnerte. "Die letzten fünf Minuten in Wien waren ein herber Rückschlag. Für die Mannschaft wäre ein Unentschieden wichtig gewesen", trauerte er dem Remis nach. Neben dem Gelb-Rot gesperrten Hattenberger werden die Innsbrucker auch auf Regisseur Kolousek verzichten müssen, der nach seinem Disput mit Schiedsrichter Meßner von der Liga für zwei Spiele gesperrt wurde. "Kolousek bekommt die gleiche Strafe wie Eder, der den Gegenspieler mit einem Ellenbogencheck verletzen will", ärgerte sich Söndergaard.

Sturm-Coach Franco Foda warnte gegen die zuletzt wenig erfolgsverwöhnten Tiroler vor einem "engen Spiel". "Tirol hat in Wien gut gespielt, für uns wird es eine schwierige Aufgabe", meinte der Deutsche, der im Vergleich zum Gegner sein Team in der Sommerpause an wichtigen Positionen verändert musste. "Wir wissen, dass Tirol eingespielt ist, eine gute Mannschaft hat und defensiv gut organisiert ist." Trotz des verheißungsvollen Auftaktes ortet Foda "generelle Abstimmungsprobleme", die mit fünf neuen Spielern jedoch normal wären.

Sturms neuen Kreativgeist Marko Stankovic wollte er mit dem zu Salzburg abgewanderten Leitgeb nicht vergleichen: "Christoph ist einer der besten Spieler Österreichs und hat auch eine andere Position gespielt. Die beiden sind nicht vergleichbar." Im direkten Vergleich weisen beide Teams eine ausgeglichene Bilanz auf, in zwölf Spielen stehen bei zwei Remis jeweils fünf Siege zu Buche.(APA)

  • FC WACKER INNSBRUCK - SK STURM GRAZ (Innsbruck, Tivoli Neu, 19:30 Uhr, SR Schörgenhofer). Saison-Ergebnisse 2006/07: 3:2 (a), 2:0 (h), 0:2 (a), 0:2 (h)

    Wacker: Grünwald - Mimm, Knabel, Schrott, Windisch - Samwald, Thomas Eder, Grüner, Mader, Schreter - Orosz

    Ersatz: Schumacher - Dakovic, Durmic, Hölzl, Saltuari, Masek

    Es fehlen: Feldhofer, Pavlovic, Aganun, Martin Dollinger (alle verletzt), Imhoff (keine Freigabe), Hattenberger, Kolousek (beide gesperrt)

    Sturm: Gratzei - Lamotte, Schaschiaschwili, Sonnleitner, Prettenthaler - Krammer, Salmutter, Muratovic, Suppan - Stankovic, Haas

    Ersatz: Schicklgruber - Tsimba, Rabihou, Beichler, Lindschinger, Peric, Nzuzi, Rauter

    Es fehlen: Prödl (U20-WM), Jürgen Säumel, Kienzl (beide verletzt) ~

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