Italienisches Parlament stellt alle Desktops auf Linux um

20. September 2007, 11:36
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3.500 Rechner werden auf SUSE Linux migriert - Zweites europäisches Parlament nach Frankreich wechselt

Einen nicht nur symbolisch wichtigen Erfolg kann Linux in Italien verbuchen: Das italienische Parlament hat beschlossen alle seine Desktop- und Server-Rechner von Windows auf SUSE Linux umzustellen.

Umfang

Insgesamt seien davon rund 3.500 Rechner betroffen, so der kommunistische Abgeordnete Pietro Folena, von dem die Initiative zur Linux-Migration ausgegangen ist. Die 630 Laptops der Abgeordneten werden hingegen nur auf ausdrücklichen Wunsch umgestellt, dies liege schlicht daran, dass diese im Privatbesitz der einzelnen PolitikerInnen stünden.

Ursachen

Für den Schritt gibt man vor allem zwei Motivationen an: Da wären einmal die erheblichen Kosteneinsparungen, alleine für MS Office zahle man derzeit pro Rechner rund 900 Euro.

Wechsel

Zusätzlich sei aber auch die Unabhängigkeit von einem einzelnen Anbieter ein entscheidender Punkt. Immerhin kann man bei Linux im Fall des Falles recht flott auf eine andere Distribution wechseln, auch ist die Entwicklung nicht in einer einzigen Hand.

Frankreich

Italien folgt damit dem französischen Vorbild. Die dortige Nationalversammlung hatte schon im vergangenen Jahr beschlossen ihre 1145 Desktop-Rechner auf das Open Source-Betriebssystem zu migrieren. (red)

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