Justizpalast nach fünfzehn Jahren Sanierung wiedereröffnet

23. Juli 2007, 12:01
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Das Gebäude wurde zeitgenössischen Standards angepasst und mit einer Zentralbibliothek erweitert

Wien - Nach fünfzehn Jahren Sanierungsarbeiten ist am Freitag der Justizpalast offiziell wiedereröffnet worden. Wand- als auch Bodenflächen wurden ebenso restauriert wie diverse Plastiken und Wandmalereien. Das gesamte Gebäude wurde zeitgenössischen Standards angepasst. Schwerpunkte dabei waren behindertengerechte Erschließung, Brandschutzmaßnahmen, der Einbau von Aufzügen und die Modernisierung der Haustechnik.

Neben der Sanierung wurde der Justizpalast mit einer Zentralbibliothek erweitert, die durch gläserne Brücken mit dem umgebenden Bestand verbunden ist. In der letzten Bauphase wurde das Dachgeschoss des historischen Gebäudes ausgebaut. Dadurch konnten zusätzliche Flächen von rund 6.200 Quadratmetern Bürofläche gewonnen werden.

Justizministerin Maria Berger bekam vom Geschäftsführer der Bundesimmobilien (BIG) Christoph Stadlhuber symbolisch den Schlüssel für das Gebäude überreicht. Seit 2001 war die BIG Gebäude-Eigner und damit Bauherr der Renovierungen. 56 Millionen Euro wurden in die Bau- und Sanierungsmaßnahmen investiert.

Berger sprach von einem "besonderen Freudentag" für das Zentrum der Justiz, das auch ein "tief verwurzeltes Symbol" sei.

Brand im Jahr 1927

Der Justizpalast wurde in den Jahren 1875 bis 1881 nach den Plänen von Alexander Wielemann errichtet. Am 22. Mai 1881 legte Kaiser Franz Josef I. den Schlussstein.

Der Brand im Jahr 1927 und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hatten dem Justizpalast stark zugesetzt. Danach gab es lediglich eine provisorische Restaurierung gegeben. Ende Jänner dieses Jahres konnte der Justizpalast generalsaniert und erweitert an die Mieter übergeben werden. (APA)

  • Der neu sanierte Justizpalast wirkt laut Justizministerin Berger nicht mehr einschüchternd.

    Der neu sanierte Justizpalast wirkt laut Justizministerin Berger nicht mehr einschüchternd.

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