Chinas weiße Riesen schmelzen

14. Juli 2007, 18:30
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In den letzten vierzig Jahren ist ein Rückgang der Gletscher um zwanzig Prozent zu verzeichnen - "Ökologische Katastrophe" in Tibet befürchtet

Peking - In den vergangenen vierzig Jahren sind die gewaltigen Gletscher im Nordwesten Chinas stark abgeschmolzen. Ursache dafür ist nach Erkenntnissen von Experten der Chinesischen Akademie der Wissenschaften der globale Klimawandel, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Demnach schrumpften die Gletscher in der Xinjiang-Region seit 1964 um 20 Prozent. Die Schneegrenze liegt nunmehr um sechzig Meter höher.

Rasche Schmelze

In Xinjiang befinden sich fast die Hälfte aller Gletscher Chinas. Die Gegend versorgt nicht nur den Rest des Landes, sondern auch weitere Teile Asiens mit Wasser. Am meisten sorgt die Wissenschafter der größte Gletscher der Region, der sich in den Tianshan-Bergen 3.545 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Der Gletscher sei bereits 1993 zerbrochen und schmelze seitdem mit hoher Geschwindigkeit, erklärte Wang Feiteng, einer der Forscher der Akademie.

Katastrophenszenario bis 2100

Einer der bedeutendsten Gletscherkundler Chinas, Yao Tangdong, hatte im vergangenen Jahr vor einer "ökologischen Katastrophe" in Tibet gewarnt. Wenn nicht bald Gegenmaßnahmen ergriffen würden, könnten die meisten Gletscher der Region bis 2100 geschmolzen sein. (APA)

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    Der Halong-Gletscher am Tibet-Plateau in Qinghai auf Bildern aus dem Jahr 1981 (oben) und darunter aus 2005

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