Frühwarnsignal im Gehirn verhindert Wiederholung von Fehlern

16. Juli 2007, 09:00
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Britischen Psychologen gelang Aufzeichnung dieses Mechanismus' im inferotemporalen Kortex

New York - Britische Wissenschafter haben erstmals im Gehirn ein Frühwarnsignal registriert, das verhindern soll, dass frühere Fehler wiederholt werden.

Versuchsanordnung

Die Psychologen um Andy Wills von der Universität Exeter präsentierten Versuchspersonen auf einem Computerbildschirm Objekte und ließen sie daraus Vorhersagen treffen. Dabei zeichneten 58 an der Kopfhaut angebrachte Elektroden die Hirntätigkeit auf. Wurden die Teilnehmer mit einem visuellen Reiz konfrontiert, den sie zuvor falsch eingeschätzt hatten, so wurde sofort ein bestimmtes Hirnareal aktiv.

Dieser so genannte inferotemporale Kortex ist am Erkennen visueller Objekte beteiligt. Für eine bewusste Überlegung meldete sich das Areal zu schnell - schon nach rund einer Zehntel Sekunde. Dieser Automatismus helfe Menschen, in verschiedensten Alltagssituationen schnell zu reagieren, vermutet Wills im "Journal of Cognitive Neuroscience". (APA/AP)

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