Wenn's heiß hergeht: Sonnenschutz für Digitales

24. Juli 2007, 10:07
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Hitze ist nicht jedermanns Sache. Digitalkameras, Handys und Notebooks mögen sie nicht sehr und treten in Folge gern in Streik

Wenn die sommerliche Hitze die Quecksilbersäule auf dem Barometer steigen lässt, geht es auch im Labor von Johanna Scheichl etwas hitziger zu. "Im Sommer häufen sich bei uns die Hilferufe", berichtet sie. Der Grund: Die in den sonnigen Urlaub mitgenommenen Digitalkameras, Notebooks und andere digitale Geräte streiken, die darauf gesammelten Urlaubsfotos und anderes mehr scheinen futsch zu sein. Scheichl und ihre Kollegen des Datenrettungsspezialisten Kroll Ontrack, versuchen dann zu retten, was zu retten ist.

Vermeidung

"Dabei könnte mit ein paar Schutzmaßnahmen in den meisten der Fälle der Datenverlust auf den Geräten vermieden werden", ist Scheichl überzeugt. Doch auch, oder gerade weil diese so banal sind, denken bei den Reisevorbereitungen nur wenige daran, dass ab gewissen Graden digitale Geräte ihren Geist aufgeben können.

Aufheizen

"Notebooks, Digitalkameras und Speichermedien dürfen auf keinen Fall extremer Hitze ausgesetzt werden, etwa in einem unbelüfteten Auto", betont sie. Denn Sonnenlicht, das direkt auf das Gehäuse trifft, heizt das Geräteinnere zusätzlich auf, woraus typische Überhitzungsschäden resultieren können. Schreib-/Leseköpfe können sich bei Hitze zu weit ausdehnen, sodass Informationen fehlerhaft oder gar nicht mehr gelesen werden können. "Man bedeckt die Geräte, die in stabilen und geschlossen Behältern transportiert werden sollten, am besten noch mit einem hellen Tuch oder - wie sich selbst -mit einem Baseballkapperl", rät Scheichl. Abstand davon genommen werden sollte auch, die digitalen Utensilien sofort nach Reiseankunft im gekühlten Feriendomizil in Betrieb zu nehmen. Ansonsten droht ein "Kälteschock".

Bilder

"Höchste Sorgfalt gilt natürlich auch den digitalen Urlaubserinnerungen, die auf Kamera, Camcorder oder Handy abgespeichert werden", regt Scheichl an. Damit diese bei einem Urlaubs-Daten-GAU nicht unwiederbringlich verloren sind, sollte man schon in den Ferien ein - eigentlich immer selbstverständliches - Backup, etwa auf einer mitgenommenen USB-Festplatte, durchführen. Wer ganz sicher sein will, kann auch seine Daten online in sein privates Fotoalbum mit Webspace stellen.

Wasser

Höher als im Alltagseinsatz zu Hause oder im Büro sind auf Reisen auch Wasserschäden, etwa durch plötzlichen Regen. Wasserdichte Taschen sind hier bei Digitalkameras ein guter Schutz. Für Festplatten gefährlich werden kann am Strand auch der feine Salzstaub.

Begrenzt

"Es kommt zwar nur bei einem von 300 Fällen vor, dass nach dem Urlaub das digitale Gerät spinnt, aber wenn man ausgerechnet der eine ist, dann reicht das", sagt Scheichl. (Karin Tzschentke / DER STANDARD Printausgabe, 13.07.2007)

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Ontrack

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