Ergreiferprämie für mutmaßliche NS-Verbrecher

13. Juli 2007, 13:36
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Justizministerium setzt je 50.000 Euro auf ehemaligen KZ-Arzt und Eichmann-Mitarbeiter aus

Wien - Das Justizministerium setzt nun erstmals eine Ergreiferprämie für zwei mutmaßliche NS-Verbrecher aus. Für Hinweise, die zur "Ausforschung, Ergreifung und Verurteilung" des früheren KZ-Arztes Aribert Heim und des früheren SS-Hauptsturmführer Alois Brunner führen, sollen je 50.000 Euro bezahlt werden, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. Offiziell ausgeschrieben werden soll die Belohnung kommende Woche in der "Wiener Zeitung", bestätigte der Sprecher von Ministerin Maria Berger (S) der APA am Donnerstag.

"Steckbriefe" mit Bildern der Gesuchten - nach ihnen wird international gefahndet - finden sich ebenfalls im Internet (www.bmj.gv.at). Aribert Heim (93) soll demnach 1941 als SS-Arzt im Konzentrationslager Mauthausen zahlreiche Häftlinge durch Herzinjektionen ermordet haben. Alois Brunner (95) wird vorgeworfen, in Griechenland und Ungarn "maßgeblich an der Deportation von jüdischen Menschen mit dem Zweck diese zu töten" mitgewirkt haben. Der im heutigen Burgenland geborene Brunner war außerdem Mitarbeiter in Adolf Eichmanns "Zentralsteile für jüdische Auswanderung" und hat diese zeitweise geleitet. (APA)

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