AKW Krümmel: Leck in einem Entlüftungsstutzen entdeckt

17. Juli 2007, 19:34
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Radioaktive Auswirkungen sollen unter der Messgrenze geblieben sein

Hamburg - Im deutschen Atomkraftwerk Krümmel ist es zu einer neuen Panne gekomen: Nach Angaben des Betreibers Vattenfall haben Mitarbeiter des Kraftwerks eine Leckage im Turbinenbereich festgestellt. Das etwa zwei Millimeter große Loch sei an einem Entlüftungsstutzen der Vorwärmanlage entdeckt worden, teilte Vattenfall am Donnerstag mit. Die radioaktiven Auswirkungen hätten unter der Messgrenze gelegen, hieß es. Der Schaden sei der Atomaufsicht in Kiel gemeldet worden.

Die Vorwärmanlage ist laut Vattenfall Teil des Wasserdampf-Kreislaufs im Kraftwerk. Hier wird der kondensierte Dampf vorgewärmt, ehe er in den Reaktordruckbehälter zurückgeleitet wird. Der betroffene Entlüftungsstutzen hat laut Betreiber einen Durchmesser von rund zwei Zentimetern. Das schadhafte Stück soll ausgetauscht und alle vergleichbaren Stutzen untersucht werden.

Das Kernkraftwerk Krümmel steht seit der Reaktorschnellabschaltung am 28. Juni still. Es soll erst wieder ans Netz gehen, wenn alle offenen Fragen geklärt und alle erforderlichen Maßnahmen durchgeführt sind. Betreiber Vattenfall steht wegen einer Kette von Pannen in seinen Atomkraftwerken unter hohem Druck. (APA/AP)

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