Rezeptgebühren: Herausforderung für Hauptverband

27. Juli 2007, 12:16
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"So einfach wie möglich" und so schnell wie möglich: Am 1. Jänner tritt die Regelung in Kraft

Wien – Politisch ist die Regierung einig, nun hat man beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger mit der Umsetzung alle Hände voll zu tun: Um die Deckelung der Rezeptgebühr administrieren zu können, soll für jeden Versicherten ein Rezeptgebührenkonto eingerichtet werden, das mittels Computerprogramm „überwacht“ wird.

Die Rezeptgebührbefreiung wird auf der E-Card verbucht. „Vorarbeiten wurden bereits geleistet“, heißt es dazu im Hauptverband. „So einfach wie möglich“ soll die Administration gestaltet werden. Es muss jedenfalls schnell gehen: Am 1. Jänner kommenden Jahres tritt die Regelung in Kraft.

Die Ärzte stehen der Neuerung skeptisch gegenüber: Ärztekammer-Präsident Walter Dorner betont, dass es für die Ärzte zu keinerlei Mehraufwand kommen dürfe: „Die Ordinationen werden jedenfalls keinen Cent zahlen.“ Für Erwin Rasinger, ÖVP-Gesundheitssprecher und praktischer Arzt, ist mit der Deckelung der Rezeptgebühr „ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen“. Es sei nun am Hauptverband, gemeinsam mit den Ärzten ein praktikables Modell vorzulegen. „Das ist eine große Herausforderung. Aber der Hauptverband hat zugesagt, dass es machbar ist, also warten wir nun die Vorschläge zur Umsetzung ab.“ (hei, DER STANDARD, Printausgabe 13.7.2007)

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