Eine Pizza kommt selten allein

  • Wo einst "Guess Club"  und "Chrinor" kein Glück hatten, macht es nun die Pizzeria "I Carusi" - mit No-Nonsense-Pizzen aus  sizilianischer Hand.
Fotos: Gerhard Wasserbauer
    foto: gerhard wasserbauer

    Wo einst "Guess Club" und "Chrinor" kein Glück hatten, macht es nun die Pizzeria "I Carusi" - mit No-Nonsense-Pizzen aus sizilianischer Hand.

    Fotos: Gerhard Wasserbauer

I Carusi: In einem Lokal in Wien-Neubau, wo bisher nichts gedieh, floriert nun eine sizilianische Pizzeria - nicht von ungefähr

Salvatore Giacoponello ist Sizilianer und mühelos der erfolgreichste Pizzawirt Wiens. Dabei ist sein Wirken einstweilen nur auf den siebenten Bezirk beschränkt, das dafür geballt. Neben "I Ragazzi" am Beginn der Burggasse werden noch im "I Terroni" an der Ecke Westbahnstraße/Schottenfeldgasse sowie, seit ein paar Monaten, auch in einem "I Carusi" genannten Lokal in der Kirchengasse Pizzen nach seiner Rezeptur in die Öfen geschoben. Reservierung ist ratsam, schließlich sind original italienische Pizzerien in Wien nach wie vor dünn gesät, ganz im Gegensatz zu indischen, türkischen, nordafrikanischen oder auch chinesischen Einrichtungen, die ihre oft nur bedingt genießbaren Teigfladen skrupellos als "original italienisch"anpreisen.

Das "I Carusi" ist auch deshalb bemerkenswert, weil es an einem Ort Erfolg hat, wo bislang jeder Versuch, mehr oder minder ordentliche Gastronomie zu etablieren, gescheitert ist: Guess Club, Christian Voithofer mit seinem Chrinor, die Weinrestaurants der Fino-Kette und andere mehr wurden hier nach der Reihe unglücklich. So richtig brummt's erst, seit ein mit Gas befeuerter Pizzaofen (Holz wurde nicht bewilligt) installiert wurde und eine antike Berkel im Wert eines gut erhaltenen Gebrauchtwagens den Prosciutto schneidet.

Ordentliche Pizza

Dabei erscheint das Konzept denkbar einfach: Ordentliche Pizze aus geschmeidigem, knusprigem, dünnen Teig, auf Wunsch mit Büffelmozzarella; außerdem bissfeste Pasta nach Originalrezepten, ein paar halbwegs trinkbare Weine (und für Pizza-Esser köstliches Villacher Bier). Das alles wird fix und freundlich zu leistbaren Preisen von italienischen Studenten zu Tisch gebracht, die der Landessprache zum Teil nur marginal mächtig sind.

Besonders empfehlenswert ist die Pizza Terroni mit Salsiccia piccante, die erst nach dem Backen mit cremiger Büffelmozzarella und Rucola getoppt wird - aber auch sonst kann man hier bestellmäßig kaum etwas falsch machen. Bleibt nur zu hoffen, dass auch andere Bezirke bald einmal mit Pizzen dieser Qualität versorgt werden. Giacoponello: "Aber gerne! Wenn uns ein guter Platz angeboten wird ..." (Severin Corti/Der Standard/rondo/06/07/2007)

Pizzeria-Trattoria I Carusi
Kirchengasse 21
1070 Wien
Tel.: 01/5240314
täglich 11.30-23.30 Uhr
VS € 3,50-10,90 HS € 6-19,90
Pizza € 6-11,20
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3 Postings
vai

così :)

I Terroni

Ich finde die Pizza bei I Terroni ist die Beste die ich jemals gegessen habe, Büffelmozarella, Salami und Rucola... mmmmmm!
Schade das die keinen Zustellservice haben, ich würde auch gerne extra viel zahlen dafür. Aber im Lokal muss man meistens auch nicht lange warten um eine zum mitnehmen zu kriegen. Aja und hübsche freundliche Kellner im Lokal sind auch ein Plus.

War dort mal essen.

Kann sein dass ich Pech hatte, aber die Pizza hat mir überhaupt nicht geschmeckt.

Schräg rechts gegenüber neben der Dondrine ist der meiner bisherigen Meinung nach beste Italiener Wiens.

Lello ist Besitzter, Koch und manchmal auch Kellner in einer Person. Das Ambiente ist nicht annähernd so anspruchsvoll wie im Carusi, aber dafür ist das Essen und der Erlebnisfaktor um so höher (besonders wenn er schlecht gelaunt ist).

Zum anfangen würde ich einen Vorspeisenteller und die Pizza Callabrese (leicht scharf) empfehlen. Auf dem Vorspeisenteller sind die kleinen Oliven erwähnenswert. Angeblich schickt die ihm seine Mutter.

Bis vor kurzem hatte er neben dem Kücheneingang noch ein Schild auf dem stand "Zutritt nur für Personal und Berlusconi".

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