Südtirol richtet eigenes Forschungsinstitut für Ötzi ein

12. Juli 2007, 13:38
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Neben dem zentralen Forschungsgegenstand sollen auch Mumien und Konservierungstechniken im allgemeinen behandelt werden

Bozen - Die Sonderstellung der 1991 entdeckten 5.300 Jahre alten Gletschermumie Ötzi ist nun auch institutionalisiert worden: In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Archäologiemuseum wird an der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) ein eigenes Forschungsinstitut eingerichtet. Zentrales Forschungsobjekt wird natürlich Ötzi selbst sein, über den sämtliche wissenschaftliche Daten gesammelt werden. Zudem wird das "Institut für Mumien und den Iceman" zentrale Anlaufstelle für all jene, die Forschungsprojekte zu dem Sensationsfund durchführen wollen - egal ob diese anthropologischer, genetischer oder medizinischer Natur sind.

Allerdings reicht das Arbeitsspektrum des Instituts über den Mann aus dem Eis hinaus und wird auch Daten zu anderen Mumien und die Entwicklung neuer Konservierungstechniken umfassen.

Geleitet wird das neue Forschungsinstitut vom deutschen Wissenschafter Albert Zink, der sich gegenüber einem Dutzend anderer Kandidaten aus fünf Staaten durchgesetzt hatte. Finanziert wird das Institut vom Land und der Stiftung Sparkasse, die gemeinsam für die ersten drei Jahre eine Million Euro zur Verfügung stellen werden. (APA)

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