Über 10.000 saßen auf der A10 fest

15. Juli 2007, 18:48
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Neuer Stillstand am Wochenende

Klagenfurt/Wien – "Da ist einiges schief gegangen" muss Harald Dirnbacher, Pressesprecher des Autobahnbetreibers Asfinag, eingestehen, wenn er nach dem nächtlichen Stau auf der Tauernautobahn gefragt wird. Über 10.000 Menschen saßen von Mittwoch auf Donnerstag stundenlang auf der A10 in ihren Gefährten fest. Der Grund, laut Dirnbacher: Regen und ein Lkw. Die Autobahnpolizei hatte gegenüber der APA den Termin der Bauarbeiten kritisiert. Ein über vier Kilometer langes Teilstück der wichtigen Alpenroute zwischen Gmünd und Spital an der Drau musste im Zuge der Generalsanierung für Bauarbeiten gesperrt und der Verkehr über die Bundesstraße geleitet werden. "Das hätte eigentlich schon am Montag passieren sollen, aufgrund der schlechten Witterung musste es aber um zwei Tage verschoben werden", berichtet Dirnbacher. "Zusätzlich hat die Baufirma das Stück schon um 18 Uhr gesperrt, was wir nicht wussten. Und als ein Lkw auf der Umleitungsstrecke einen Unfall hatte, war es schon zu spät, die Baustelle wieder zu öffnen."

Bis zu 15 Kilometer lang sei die Schlange gewesen, schildert Christian Pichler, Einsatzleiter des Roten Kreuzes. 500 Liter Mineralwasser und 100 Liter Tee verteilte die Hilfsorganisation bei Temperaturen um die acht Grad Celsius an die Wartenden. Während des achtstündigen Einsatzes mussten die Helfer selbst eineinhalb Stunden ihre Wagen stehen lassen – die Pannenstreifen waren zugeparkt.

Am kommenden Wochenende, wenn die Reisewelle aus Norddeutschland und den Niederlanden auf der A10 erwartet wird, soll es aber nur den "normalen" Stillstand wegen der Blockabfertigung vor dem Tauerntunnel geben, verspricht Asfinag-Sprecher Dirnbacher. (Michael Möseneder, DER STANDARD - Printausgabe, 13. Juli 2007)

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