Für allzu paarungsfreudige Rüden: Implantat statt Kastration

14. Juli 2007, 17:00
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Suprelorin blockiert im Hirn die Freisetzung von Geschlechtshormonen - der Eingriff in den Hormonhaushalt ist umkehrbar

London - Kastration muss nicht sein, wenn's Verhütung auch tut: Ein entsprechendes Langzeit-Implantat greift gezielt in den Hormonhaushalt von Rüden ein, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" - in Bälde vielleicht auch in Europa.

Das für Tierpräparate zuständige Komitee der europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat die Zulassung des Produktes Suprelorin des Herstellers Cyton Biosciences Ltd. (Bristol/Großbritannien) bereits empfohlen. Der Vorteil: Wird das Implantat wieder entfernt oder verliert es nach einer festgelegten Zeit seine Wirksamkeit, normalisiert sich der Hormonhaushalt. Das Verhütungsprodukt ist laut "New Scientist" in Australien bereits in Gebrauch.

Suprelorin blockiert im Hirn die Freisetzung von Geschlechtshormonen. Daraufhin versiegt die Produktion der Spermien, zudem sinkt der Testosteron-Gehalt - was zudem das Aggressionslevel der Tiere senkt. Eine Sechs-Monats-Dosis kostet dem Magazin zu Folge rund 45 Euro. (APA/dpa)

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