Tödlicher Kranunfall bei Sturm: Gegen Bauleitung wird ermittelt

11. Juli 2007, 16:48
posten

Zum Zeitpunkt des Unglücks gab es die Sturm-Warnstufe 3 - Schon Tage zuvor wurde vor dem Sturm gewarnt

Wien - Nach dem tödlichen Kranunfall während des Unwetters in Wien vor drei Wochen, wird gegen die Baufirma ermittelt. Die Polizei hält ein Mitverschulden der Bauleitung für möglich. Es wird überprüft, ob die Wetterentwicklung und das Unglück durch meteorologische Angaben vorhersehbar gewesen seien, erklärte der Ermittler.

Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Sturm-Warnstufe 3 ausgesprochen. Aber auch schon Tage vorher wurden heftige Gewitter vorhergesagt, erklärte ein Ermittler. Die Staatsanwaltschaft soll nun über die Einleitung eines Verfahrens entscheiden.

Die Frage sei nun, ob die Bauleitung diesbezüglich vorausschauend reagieren und die Arbeiten abbrechen hätte müssen.

Der 52-jährige Kranführer starb am 21. Juni nachdem er im Sturm mit seinem 50 Meter hohen Baugerät auf das Dach der Hauptfeuerwache "Am Hof" in der City stürzte. Der Mann befand sich trotz Sturmwarnung noch in seiner Krankabine. (APA)

Share if you care.