Urlauber finden jungsteinzeitliche Pfeilspitze in den Dolomiten

11. Juli 2007, 14:02
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4,5 Zentimeter langes Teil aus Feuerstein dürfte aus der Ära Ötzis stammen

Bozen - Der Großraum rund um den Entdeckungsort des über 5.000 Jahre alten Eismannes in den Ötztaler Alpen ist offenbar immer noch für weitere Funde aus dieser Zeit gut. Wie am Mittwoch bekannt wurde, bemerkte eine deutsche Urlauberfamilie nahe der Seiser Alm in den Südtiroler Dolomiten eine Pfeilspitze aus der Jungsteinzeit, in etwa aus der Ära Ötzis. Der Fund wurde dem Archäologiemuseum in Bozen übergeben.

Die Touristen hatten den 2.955 Meter hohen Plattkofel bestiegen. Der sechs Jahre alte Jan Bauer aus der Nähe von Heidelberg (Grasellenbach), der mit seinen Eltern und seinem Bruder zur Zeit auf der Seiser Alm seine Ferien verbringt, entdeckte nach Angaben des Museums das Relikt.

Es handelt sich um eine 4,5 Zentimeter lange, gestielte Pfeilspitze aus honigfarbigem Feuerstein, die vollständig erhalten ist. Sie wird jetzt wissenschaftlich dokumentiert. In Kürze kann sie in der Dauerausstellung des Südtiroler Archäologiemuseums besichtigt werden. (APA)

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