Jugendlicher wollte vor Heim "noch eine große Geschichte"

13. Juli 2007, 16:35
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Jugendliche wollten zuerst einen Polizisten umbringen - Plan schien ihnen dann zu riskant

Graz - Jene drei jungen Obersteirer, die am vergangenen Wochenende die Vergewaltigung und anschließende Ermordung eines Mädchens geplant haben sollen, wurden am Mittwoch am Landesgericht Leoben vom Untersuchungsrichter einvernommen.

Der 15-Jährige sollte am Montag in ein Heim eingeliefert werden und wollte zuvor "noch eine große Geschichte" machen, hieß es seitens der Polizei.

Aufgeflogen waren die Mordpläne der drei Obersteirer, nachdem der 15-Jährige wegen eines Mopeddiebstahls in Leoben einvernommen wurde. Gegen Ende der Einvernahmen fragte Walter Fürholzer von der Polizeiinspektion Trofaiach, was denn als Nächstes gekommen wäre. "Soll ich's wirklich sagen?", soll der 15-Jährige geantwortet haben. "Wir wollten einen Kieberer umbringen." Alle seien momentan völlig perplex gewesen, berichtete der Polizist.

Polizist als Opfer war zu riskant

Das Moped hatte der 15-Jährige am Samstag offenbar schon in Vorbereitung auf ihr Vorhaben gestohlen, da die Tat in Leoben stattfinden sollte. Als die Polizei ihn aufgriff, flüchtete der junge Steirer zuerst mit dem Moped, dann zu Fuß. Nach einem Anruf von der Exekutive war der 15-Jährige schließlich selbst auf die Polizeiinspektion gekommen. Den Plan, einen "Kieberer" zu töten, sollen die drei Burschen dann wieder verworfen haben, weil er ihnen zu riskant erschien. Eine zufällig vorbei kommende junge Frau hätte dann offenbar das Opfer werden sollen.

Die Obersteirer sollen in den Einvernahmen unabhängig voneinander ihr Vorhaben bestätigt haben. (APA)

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