EU sorgt sich um Lebensmittelsicherheit

11. Juli 2007, 13:21
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Zusatz- und Aromastoffe und Enzyme in Nahrungsmitteln wurden immer inflationärer - Schritt zu verbesserter Verbrauchersicherheit

Straßburg - Das Europaparlament hat eine verbesserte Kennzeichnung und strengere Regeln für Zusatz- und Aromastoffe in Lebensmitteln beschlossen. Die Delegationsleiterin der SPÖ im Europaparlament, Karin Scheele, sprach von einem massiven Schritt zu mehr Verbrauchersicherheit.

Täuschung der Konsumenten

Der Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen dürfe nicht zur Täuschung der Verbraucher führen, indem durch Zusatzstoffe Lebensmittel frischer oder gesünder aussehend gemacht werden als sie tatsächlich sind. Die "Augenwischerei der Verbraucher" sei damit zu Ende, betonten Europaabgeordnete. Bevor Lebensmittelzusatzstoffe die EU-Zulassung erhalten, muss sichergestellt sein, dass sie unbedenklich sind und einen wirklichen Nutzen für die Verbraucher haben.

Warnungen für Allergiker

Vor allem das Risiko für allergische Reaktionen müsse miminiert werden. Deshalb seien klare Warnungen für allergene Substanzen wie Azo-Farbstoffe auf den Verpackungen der erste Schritt in die richtige Richtung, ebenso wie der klare Hinweis auf Enzyme, Zusatz- und Aromastoffe, die mit Hilfe von gentechnisch-veränderten Organismen hergestellt wurden.

Scheele betonte, schon seit Jahrzehnten gebe es Enzyme in der Nahrungsmittelproduktion, doch sei in den letzten Jahren eine wahre Inflation in diesem Bereich eingetreten. Eine Sicherheitsüberprüfung habe es bisher lediglich in drei EU-Staaten gegeben, nun werde dies die Norm. (APA)

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