Ina Wudtkes "Gaps in Berlin"

19. Juli 2007, 17:48
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"Gaps in Berlin" ist der Titel einer DVD–Projektion mit animierten Fotos und Texten von Ina Wudtke, die im quartier21 gezeigt wird. An den gezeigten Orten befanden sich öffentliche jüdische Einrichtungen in Berlin. Seit der Machtergreifung der Nazis sind sie aus dem Stadtbild verschwunden und haben eine sichtbare - oder unsichtbare - Lücke hinterlassen. Wudtke hat vor allem größere Institutionen ausgewählt, die das Stadtbild und das geistige Leben nachhaltig beeinflusst haben: Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser, Synagogen, Altenheime, Ausbildungsstädten, Kinderheime etc. Anhand von Berlin möchte sie aufzeigen, wie die repräsentativen Plätze einer ganzen Bevölkerungsgruppe strategisch eingenommen, neu besetzt und aus dem Stadtbild gelöscht wurden. Die Fotografien zeigen, was heute an diesen Stellen steht und wer den jeweiligen Ort nutzt. Berlin fungiert in diesem Kontext lediglich als Beispiel für eine faschistische Überschreibung eines Großstadtbildes, denn diese "Gaps" finden sich in fast allen europäischen Städten.

Zu sehen bis 25. Juli täglich von 10 bis 20 Uhr in der AiR base next Freiraum/quartier21, transeuropa (red)

GAPS IN BERLIN DVD, 2003, 45 Minuten
Konzept, Fotos, Texte: Ina Wudtke
Animation: Mark Washeim

Link

Artist-in-Residence im quartier21, MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, A - 1070 Wien
  • Bild: Passauerstr. 1-3 (Schöneberg)
Einst befand sich an dieser Stelle eine Synagoge; sie wurde 1905 erbaut und in der Pogromnacht von Nazis niedergebrannt und zerstört.
    ausschnitt "gaps in berlin"/wudtke/air base next freiraum/quartier21
    Bild: Passauerstr. 1-3 (Schöneberg)
    Einst befand sich an dieser Stelle eine Synagoge; sie wurde 1905 erbaut und in der Pogromnacht von Nazis niedergebrannt und zerstört.
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