Prammer in Israel: Protest gegen OMV

11. Juli 2007, 15:16
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"Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel" protestiert gegen angebahntes Gasprojekt im Iran

Bei einem sich über sechs Tage erstreckenden offiziellen Israelbesuch von Barbara Prammer standen am Dienstag Gespräche mit Shimon Peres und Verteidigungsminister Ehud Barak auf dem Programm. Der Tag stand aber ganz im Zeichen von Begegnungen der Nationalratspräsidentin mit ehemaligen Österreichern, wobei es nicht immer ganz harmonisch zuging.

Bei einer großen Festveranstaltung in Tel Aviv, die das "Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel" organisierte, bekam Prammer ein Memorandum überreicht, in dem in scharfen Worten gegen ein angebahntes Milliarden-Gasprojekt der OMV im Iran protestiert wurde. Auch über die zu langsame Abwicklung von Zahlungen aus dem österreichischen Entschädigungsfonds wurden in dem Saal, in dem rund 300 aus Österreich vertriebene Juden saßen, Klagen vorgebracht.

"Wir Holocaust-Überlebenden aus Österreich wissen leider aus unserer eigenen Erfahrung, dass Vernichtungsdrohungen ernsthaft sind und was geschehen kann, wenn ein Staat mit einer elitären Ideologie und Fanatismus nach absoluter Weltmacht strebt", hieß es in dem Memorandum. Prammer selbst sagte, dass es besonders wichtig sei, "dem Iran weltweit klaren Einhalt zu gebieten, wann immer es in Richtung Antisemitismus geht". (Ben Segenreich aus Tel Aviv/DER STANDARD, Printausgabe, 11.7.2007)

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